Weniger ist – und bleibt – mehr

„Das allgemeine Empfinden, um dieses Land stehe es schlimm, ist dem überbordendem Nachrichtenkonsum geschuldet. Früher las man morgens die Zeitung, regte sich auf, und dann wickelte man den toten Fisch in das Papier. Nix wurde dauernd aktualisiert, es gab keine Foren (…)  kurz:
Man konnte sich den Rest des Tages um sein eigenes Leben kümmern.“
(Dieter Wischmeyer)

Unserer Demokratie würde ein Mehr-bei-sich-bleiben-können seiner Bürger und Bürgerinnen gut tun. Das allgemein gegenwärtige (Dauer-)Geschrei über alles und jedes lässt einen leicht das Wesentliche aus den Augen verlieren. Zum Beispiel unsere Gesundheit – ein wesentliches Element – letztlich auch im Hinblick auf rege Teilnahme an Bürgeraktionen im Rahmen gelebter Demokratie. Üben wir uns also in Erdung und Zentrierung, denn: durchdrehen war schon immer einfach. Souverän bleiben jedoch – ganz genau!

Gestärkte Grüße
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Ich bin so gern allein

„Das geistige Doppelkinn zusammen mit dem weinerlichen Tonfall von Leuten, die nichts zu klagen haben. Deshalb bin ich auch so gern allein. (…)

In meinem Traum bin ich nicht von anderen Leuten vollgemüllt, im Gegenzug lasse ich sie mit meinem Gerede in Ruhe. Soziale Langeweile ist unproduktiv, aber man kann sich so schlecht wehren, aus Respekt, Konventionen, Höflichkeit. Alle gesellschaftlichen Verpflichtungen, bei denen man gezwungen wird beieinanderzusitzen: Abschaffen! Nur noch offene Räume, in die Leute rein- und rauskönnen, ohne dass daraus eine Verpflichtung entsteht. Also nur noch Restaurants und Kaffeehäuser.“ (Daniel Richter)

Klingt doch verlockend.
Nicht reden müssen. Reden wollen. Schweigen wollen. Schweigen.

Beredte Grüße
ad

Fabel oder etwas Ähnliches für ein Lebewesen mit dem Sternzeichen Fisch oder auch nicht

Hinter diesem Titel verbirgt sich eine kleine, pointierte Geschichte, die dazu dient, deutlich zu machen, wie destruktive (Lebens-) Muster entstehen können und welche Auswirkungen in der Regel dabei zu beobachten sind.

Wie können Menschen nur so sein? Wie kann man sich nur so verhalten? Was ist in der Kindheit möglicherweise passiert? Wieso TUN MENSCHEN DAS? Wieso tun sie sich das an?

Diese Fragen bekomme ich in Seminaren häufig gestellt. Gerade beim Thema Stressbewältigung, insbesondere wenn das Stichwort Selbstfürsorge fällt: Warum gehen Menschen so schlecht mit sich selbst um? Warum gehe ich möglicherweise so schlecht mit mir um?

Kinder sind zerbrechliche Wesen. Erziehung ist einerseits ganz einfach (Liebe, Liebe, Liebe), anderseits verdammt schwierig. Was Menschen häufig übersehen, ist die Tatsache, wie früh sich (Lebens-)Muster entwickeln und verfestigen. Und das sie irgendwann im Leben eine Bedeutung bekommen. So destruktiv sie auch sein mögen, sie haben eine Funktion, z. B. Schutz. Sich das zu verdeutlichen, erweitert das Verständnis für das eigene oder fremde Verhalten.

Mir war beim Schreiben vor allem daran gelegen, für „Laien“ und „Klienten/Patienten“ Zusammenhänge zu verdeutlichen. Es wird ein roter Faden geboten, durch den die Musterentstehung (und deren Auswirkungen) schnell und komprimiert sichtbar wird.

Erhältlich ist die kleine Erzählung als Ebook bei Amazon (1,41 C)

Vielleicht erhalte ich von einer Leserin/einem Leser hier eine Rückmeldung?
Das würde mich freuen.

Stressfreie Grüße für alle
ad

Neuigkeiten….

…..zur – so ungefähr – zweiten Jahreshälfte.
Im kommenden Jahr werde ich die Fortbildung/Ausbildung zum

Kursleiter für
Autogenes Training und/oder Progressive Muskelentspannung

anbieten.
Mit dieser Qualifikation ist der Absolvent/die Absolventin u. a.in der Lage, eine Krankenkassen-Zulassung als Präventionskurs-Anbieter zu beantragen.

Zusätzlich werde ich selbst meine Angebotspalette um Entspannungskurse/Einzelcoachings verschiedener Ausrichtungen erweitern und zum Jahreswechsel offerieren.
Kissen 2ad

Darauf freue ich mich schon sehr, und so bin ich z. Z. dabei, diese  Angebot in meine offizielle Website einbinden zu lassen.(Manche können das ja selbst….tja)
Wer also mag, schaut demnächst einmal auf meiner Seite

www.angela-detmers.de

vorbei. Natürlich gibt es auch hier weiterhin alle Infos!

Mit selbstverständlich tiefenentspannten Grüßen (-:
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Puppet on a string…

Ich mochte Marionetten noch nie. Die Kasperle-Figuren ja, die Marionetten nein.
Clowns waren auch so eine Sache.

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Schaue ich in diesem Zusammenhang auf die deutsche „Demonstrationskultur“, dann gibt es die in meinen Augen gar nicht.

In Frankreich ja, in Deutschland nein.

Wir scheinen so gesehen ziemlich leidensfähig zu sein. Jedenfalls frage ich mich, was noch so passieren muss, bevor wir uns vor dem Kanzleramt einfinden und unserem Unmut lautstark – wenngleich gewaltfrei – Luft machen. Es gibt eine Menge wissenschaftlicher Untersuchungen, warum die Deutschen so wenig Protestrufe aktiv auf der Strasse hören lassen.
Es geht mir hier nicht um Themen. Es geht um den Akt als solchen.
Auf die Strasse zu gehen und laut gegen missliche Entwicklungen zu protestieren, ja, sich Gehör zu verschaffen und als unübersehbare Bürger und Bürgerinnen in Erscheinung zu treten: das ist doch ein lohnender Akt.
Wir verdanken so vielen Menschen, die eben das für uns gemacht haben, vielerlei liebgewonnene Selbstverständlichkeiten: Arbeiterbewegung, Gleichberechtigung etc.

Wir schimpfen auf die Journalisten, die nicht „richtig“ berichten – und belassen es dabei. Wir schimpfen auf Politiker und ihre Entscheidungen – und belassen es dabei.
Wir schimpfen auf wirtschaftliche und soziale Fehlentwicklungen – und belassen es dabei.
Marionetten gleich lassen wir mit uns machen, was Politiker oder Wirtschaftsbosse wollen.

Nehmen wir den Protest doch selbst in die Hand.
„Opfern“ wir einen Tag, einen Nachmittag, ein paar Stunden. Setzen wir uns ein für das, was uns wichtig erscheint. Kaufen wir eine Fahrkarte für den Bus und fahren hin.
NIcht meckern, murmeln, beleidigt sein  – sondern offen, konstruktiv voran.

Ich weiß, es gibt zur Zeit sehr viele „große Themen“ – wenn ich an allen Demos dafür (die es real nicht gibt s.o.) teilnehmen würde, käme ich zu nichts mehr.
Dennoch: ich suche mir die für mich wichtigen – und los geht’s.
Und auch die lokalen Entscheidungen vor Ort sind in meinen Augen häufig den Protest wert!
Eine stille, lenkbare Masse – wollen wir das tatsächlich sein?
Dies ist kein Aufruf zu kopflosem Geschrei oder Durchsetzung von Einzelinteressen.
Auch nicht für Fanatismus jedweden Coleurs. Und schon gar nicht zu Gewalt.
Es geht darum, als Bürger und Bürgerin öffentlich in Erscheinung zu treten.
Sich vorher über Argumente und Zusammenhänge (eigene!) Gedanken gemacht zu haben.
Damit wir nicht als Marionetten durchs Leben laufen. Denn das hat auf Dauer noch niemandem gut getan. Außer natürlich den Strippenziehern.

Wache Grüße
ad

Immer diese zwei Seiten….

Mit Perfektion ist das so eine Sache. Das berühmte einerseits andererseits.
Die Natur ist oft an Perfektion nicht zu übertreffen. Siehe diese Dalie.

Dalie

Und in dieser Form finde ich Perfektion umwerfend toll.
Gleichzeitig schaue ich voll Demut auf soviel perfekte Schönheit.
Mehr will ich jetzt auch nicht.
Ich will mich einfach erfreuen an dem, was ist:
Eine perfekte Dalie in einer unperfekten Welt.
Tiefes Ausatmen. Stilles Genießen.

Dankbare Grüße
ad

Die Mär von den Zeitfressern……

Als ob uns tatsächlich jemand die Zeit wegnehmen könnte….

Jedes – Ich „MUSS“ jetzt noch aufräumen – Ich „MUSS“ dann los – Ich „MUSS“ dann zur Arbeit – ……

Zeitfresser

Sterben, ja, das müssen wir.
Aber der Rest? Ich kenne die Diskussionen darüber, wie „frei“ wir wirklich sind und das der Freiheitsbegriff sehr unterschiedlich interpretiert wird.

Worum es mir geht, ist die Bewusstmachung.
Ob wir wirklich PRÄSENT in unserem Leben sind.
Oder nur in autopilot-mäßigen Räderwerken unterwegs sind.

„MUSS“ geht allzu oft mit FRON einher.
Mit – geht nicht anders.
Mit – ist einfach so.
Mit – war schon immer so.

Ich will zum Sport – klingt eindeutig anders als: ich muss zum Sport.
Nämlich eigenverantwortlich.

Ich möchte jetzt nach Hause gehen – klingt eindeutig anders als: Ich muss jetzt (leider) gehen….
Nämlich ehrlich.

Selbstbestimmt handeln zu können, jedenfalls so weitestgehend wie möglich, ist doch gerade in diesen Zeiten, wo soviel Freiheiten von Bürgern und Bürgerinnen allein auf dem europäischen Kontinent beschnitten werden, ein hohes Gut.
Ich wünschte es würden sich mehr dieser Art von „Verlockung“ hingeben. Und was ist diese „Verlockung“? Es ist das Erwachsensein, die Reife – im besten Sinne. Dort ist die Souveränität zuhause, die uns mächtig (!) gut tun würde.

Lockende Grüße
ad

Von Brausetabletten und Zufallsgemisch…

„Guten Abend. Mein Name ist Gustav Hügel. So wie Sie da sitzen, sehe ich es deutlich. Soll ich sagen, was Ihnen fehlt? Die Zeitlosigkeit, das Vollindividuum!
Sie wollen weit vorne mitschwimmen in der Zeitenbrühe, in diesem Zufallsgesmisch, und dabei lösen Sie sich auf wie eine Brausetablette.“

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Aus: „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“ von Moritz Rinke

Echte Grüße in Pseudo-Zeiten
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