Fabel oder etwas Ähnliches für ein Lebewesen mit dem Sternzeichen Fisch oder auch nicht

Hinter diesem Titel verbirgt sich eine kleine, pointierte Geschichte, die dazu dient, deutlich zu machen, wie destruktive (Lebens-) Muster entstehen können und welche Auswirkungen in der Regel dabei zu beobachten sind.

Wie können Menschen nur so sein? Wie kann man sich nur so verhalten? Was ist in der Kindheit möglicherweise passiert? Wieso TUN MENSCHEN DAS? Wieso tun sie sich das an?

Diese Fragen bekomme ich in Seminaren häufig gestellt. Gerade beim Thema Stressbewältigung, insbesondere wenn das Stichwort Selbstfürsorge fällt: Warum gehen Menschen so schlecht mit sich selbst um? Warum gehe ich möglicherweise so schlecht mit mir um?

Kinder sind zerbrechliche Wesen. Erziehung ist einerseits ganz einfach (Liebe, Liebe, Liebe), anderseits verdammt schwierig. Was Menschen häufig übersehen, ist die Tatsache, wie früh sich (Lebens-)Muster entwickeln und verfestigen. Und das sie irgendwann im Leben eine Bedeutung bekommen. So destruktiv sie auch sein mögen, sie haben eine Funktion, z. B. Schutz. Sich das zu verdeutlichen, erweitert das Verständnis für das eigene oder fremde Verhalten.

Mir war beim Schreiben vor allem daran gelegen, für „Laien“ und „Klienten/Patienten“ Zusammenhänge zu verdeutlichen. Es wird ein roter Faden geboten, durch den die Musterentstehung (und deren Auswirkungen) schnell und komprimiert sichtbar wird.

Erhältlich ist die kleine Erzählung als Ebook bei Amazon (1,41 C)

Vielleicht erhalte ich von einer Leserin/einem Leser hier eine Rückmeldung?
Das würde mich freuen.

Stressfreie Grüße für alle
ad

Soll das so?

Meine älteste Tochter ist Architektin und Innenarchitektin und arbeitet jeden Tag 10 Stunden + 3 Std. Fahrtzeit. Danach möchte Ihr Arbeitgeber sie auch am Samstag sehen.
Meine jüngste Tochter arbeitet in einer PR-Agentur. Man beginnt um 9.30 Uhr. Wer vor 22 Uhr geht, wird schief angesehen. Sie hat Glück. Sie hat nur 1,5 Std. Fahrtzeit. Und samstags und sonntags nur, wenn Aktionen dran sind.

Weshalb wird Ausbeutung mit Engagement verwechselt? Warum gelte ich nur dann als interessiert, wenn ich 80 % meiner wachen Zeit im Büroraum verbringe? Dem Körper ist es schnurzegal, ob der Stress aus Freude oder aus Belastung entsteht. Er unterscheidet nicht. Stress belastet den Körper, den Organismus, das Seelenleben. Basta. Nichts hinzu zu fügen.

IMG_5595 Foto: ad

Ich erinnere noch sehr gut, dass auch ich erst meine Erfahrungen habe machen müssen, bevor ich mein Ziel, eine Slow Life Expertin zu werden, erfolgreich mit Leben füllen konnte. Und ich weiß ebenfalls aus eigener Erfahrung sehr genau, dass auch die Selbständigen keine sauber getackteten 8-Stunden-Tage haben.
Doch inzwischen bin ich Jahrzehnte dabei: Selbständig mit allen Höhen und Tiefen, aber doch immer wieder Kapitän meines Zeitschiffes. Ich liebe es, faul sein zu können. Ich genieße es. Ich liebe es, mich in kreativen Arbeiten gedanklich zu verlieren und alles andere loslassen zu können. Ich brauche „verspielte“ Zeiten, um mich erden zu können, mich zentrieren und ausruhen zu können. Ich brauche eine Balance zwischen Erwerbstätigkeit und privater Zeit. Und wenn ich Balance sage, dann meine ich Balance. Halbe, Halbe – so Pi-Mal-Daumen. Jedenfalls in der Regel. Das ist meine persönliche Balance-Strategie.
Nein, ich fahre kein großes Auto. Nein, ich fahre nicht dreimal im Jahr in Urlaub. Nein, ich habe keine zwanzig Paar Schuhe. Ich empfehle Ihnen nicht meine Strategie. Es ist nur ein Weg von vielen, eine Balance zu realisieren, die die es auch Wert ist, Balance genannt zu werden.

Die Antwort kann sicher nicht sein, dass wir uns nun alle selbständig machen. Dennoch finde ich es schade, dass unsere Gesellschaft dem Privatleben, also der Zeit für den Einzelnen und seine Familie so wenig Achtung beimisst. Natürlich gibt es die Jobs, die um 7.00 beginnen und um 15.00 hat keiner mehr einen Bleistift in der Hand. Das wäre dann für mich der andere Pol. Was ich mir wünsche, ist eine gescheite Mitte.

Weshalb können die skandinavischen Manager in aller Seelenruhe und von allen Weiterlesen

Slow TelevisionSlow Television

tulpen 012

Hätten Sie gedacht, dass eine Live-Übertragung einer Zugfahrt von Bergen nach Oslo, sieben Stunden und 16 Minuten lang, ein Quotenhit werden könnte? Und das damit ein neues Genre geboren wurde, nämlich Slow Television? Fernsehen in Echtzeit!
Wo? In Norwegen.

Die Zuschauer waren so begeistert, dass  sich das Format etablierte. Auf die Zugfahrt folgten Lachsangeln und Brennholz schlagen, stapeln und verfeuern. Die 134-Stunden-Fahrt des Hurtigruten-Schiffs MS „Nordnorge“ entlang der norwegischen Westküste soll zeitweise von der halben Nation verfolgt worden sein.

Und es geht weiter. Die „Nationale Brennholz-Nacht“ samt acht Stunden knisternden Kaminfeuers oder die „Nationale Stricknacht“ inclusive Weltrekordversuch im Pulloverstricken – kein Ende in Sicht.

Ich bin beeindruckt. Freunde von mir sind beim Film. Sie erzählen oft über die rasanten Schnittfolgen und von je mehr Bilder pro Sekunde desto cooler das Produkt. Oder so.

Ich verstehe nicht immer, wovon sie reden, aber einige von ihnen würden das Norweger Experiment superklasse finden. Wobei Experiment stimmt nicht mehr. Die Sendung gibt es seit 2009!!  Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen unserer nordischen Nachbarn.
Die trau’n sich ja was, diese Norweger. Echt jetzt.

Verblüffte Grüße
adtulpen 012

Have you ever imagined that the live broadcast of a 7 hours and 16 minutes railway journey from Bergen to Oslo would get top ratings? And that this gave birth to an utterly new genre: slow television? Television in real time.

Where? In Norway.

The audience was so enthusiastic about this type of broadcast that it has become an established feature: the train journey was followed by salmon fishing and by cutting, stacking and burning firewood. About half the Norwegian population was said to have watched parts of the 134 hours journey of the MS Nordnorge (Hurtigruten-Line) along the Norwegian west coast.

And it is going on: the ‘National firewood night’ with 8 hours of crackling open fire or the ‘National knitting night’ including the attempt to break the world record in knitting a pullover – with no end in sight…

I’m impressed. Friends of mine are in films. They often talk about the fast cuts: the more pictures per second the cooler the movie – or something like that.

I don’t always understand what they are talking about but quite a few of them would find the Norwegian experiment terrific. Although you can’t call it an experiment anymore. Since 2009 it has been on the programme – of our northern neighbours’ public service broadcasting institutions!

They’ve got a nerve, these Norwegians. Really.

Yours amazed,
ad

Zaragoza Slow FestivalZaragoza Slow Festival

Gerade stolpere ich über folgende Information.
Im letzten Jahr feierte man in Zaragoza (Spanien) das erste Zaragoza Slow Festival. Ein Wochenende mitten im Juni war für eine Fülle von Themen vorgesehen. Unter den Kategorien:

I have just come across the following information:

Last year the first Slow Festival was held in Zaragoza, Spain. A weekend in mid-June was dedicated to a host of subjects. People had the opportunity to attend workshops dealing with

soul
body
meditation
mind
slow art
slow cities
slow education
slow food
slow fashion
slow sex
slow work
slow travel


They could listen to talks and try out some practical exercises. All this was completed by

salud slow (slow health) and
sabiduría slow (slow wisdom)

So, the days were filled with the options of reflecting, relaxing, watching, trying out, learning and joy of life.

The response was overwhelming, as it seems.

The economic situation in Spain is more than difficult. My sister has been living there for over 40 years and I get a lot of first-hand information. Siesta was abolished decades ago, MOT tests have been introduced, also a points system for traffic offences, etc, etc, etc.

And now – Zaragoza. What a pity I missed that festival.
And how lovely it was held.

Interested wishes,
ad Weiterlesen

Sieh, das Schöne liegt so nah…If such beauty is right before your eyes…

Rost + Winter 26-01-14 038

-9° in Travemünde, leichter Wind, später Nachmittag…
Ein Spaziergang bei klirrender Kälte, schönstem Sonnenschein, klarer Luft und blitzblauem Himmel. Habe meinen Muff (Sie wissen noch, was das ist?) rausgeholt und bin losgestapft. Zwischendurch Finger raus und auf den Auflöser gedrückt. Aber nur ganz kurz. Hinterher Spezial-Berliner-Verkaufsstelle angefahren. Lecker.

Ich mache das viel zu selten. Obwohl die Küste bei mir um die Ecke liegt. Kennen Sie das? Sie machen etwas, sind begeistert, sagen, dass muss ich/müssen wir unbedingt öfter machen und –  nix wird draus. Irgendetwas in uns drin hat da ein beträchtliches Beharrungs- oder besser Verharrungsvermögen. Ja, und manchmal scheint ein begabter Vermeidungskünstler am Werk zu sein. Was soll ich sagen. Nun, sagen tun wir natürlich viel: keine Zeit, zu dies, zu das und überhaupt. Schade, schade.
Das Schöne liegt auf dem Silbertablett – und wartet nicht auf uns. Wir sind es, die etwas verpassen. Das Schöne ist einfach schön und braucht uns nicht. Wie war das nochmal mit dem Kapitän auf dem eigenen Schiff? Ich weiß, ich weiß…

Aufgewärmte und sehr herzliche Grüße
adRost + Winter 26-01-14 038
-9°C in Travemünde, a gentle wind, late afternoon…

A walk in the icy cold, in bright sunshine, clear air and under a squeaky blue sky. Got out my muff (you still know what that is?) and started trudging off. Every now and then, only for a second, fingers out to press the shutter release. Then heading for that special doughnut shop – yummy.

Only once in a blue moon I do something like this although the coast is just round the corner. Does that sound familiar to you? You did something, you think it was marvellous und you say you must do that much more often, absolutely, and – nothing happens. Somehow, deep down inside, there is a considerable perseverance or, more precisely, inertia. Well, and at times there seems to be a desire to even avoid these occasions. What can I say? Well, of course we say a lot: no time for this, for that, and besides… Too bad. A pity.

Beauty is lying on a silver platter – and it is not waiting for us. It is us who miss something. Beauty is beautiful in itself and is not in need of us. What was the story of being captain on your own boat? I know, I know…

Warm and best wishes,
ad

 

Von der Schönheit des UnaufgeregtenOn the Beauty of Unexcitedness

P1050945

Seneca (4 v. Chr. – 65 v. Chr.), römischer Philosoph und Stoiker

„Was du sehnlichst wünschst, ist aber etwas Großes und Vollkommenes, etwas Gottähnliches: sich nicht erschüttern zu lassen.(…) Ich nenne diesen Zustand Gelassenheit. (…) Wir stellen uns also die Frage, wie die Seele sich immer in einer gleichmäßigen und glücklichen Bewegung befinden, mit sich in bestem Einvernehmen sein und ihr Tun mit Freude betrachten kann und diese Freude nicht unterbricht, sondern immer in einem ruhigen Zustand verharrt, weder euphorisch noch deprimiert: Das wird Gelassenheit sein.“

Wenn ich von „Innerer Stabilität“ spreche – und im Seminar zum Thema mache – dann ist genau diese Unerschütterlichkeit das Ziel. Im Bemühen um ein wenig mehr Standfestigkeit, ein Quentchen mehr emotionale Belastbarkeit, ein bisschen mehr Vernunft, wenigstens einen Hauch von Impulssteuerung, könnten Entspannung, Gelassenheit, gesunde Organe, gute Laune und wunderbare Stressresistenz unsere Belohnung sein.

Es muss ja nicht wie bei Seneca von „immer“ die Rede sein. Aber das Unechauffierte im Handlungsrepertoire zu haben und bei Bedarf den entsprechenden Modus aktivieren zu können, wäre doch ein dankenswerter Zustand, meinen Sie nicht?

Es ist schade, dass besonders in Krisenmomenten Emotion in der Regel besser da steht als Sachlichkeit. Emotion ist immer ganz toll, Sachlichkeit, Nüchternheit, Vernunft ist leblos, kalt, ja Desinteresse. Wir erreichen zwar außer Drama, Drama, Drama nichts mit all der aufgeschäumten Emotionalität (jedenfalls nichts, was einer konstruktiven Lösung behilflich sein könnte), aber man ist jedenfalls keiner von der gefühlskalten Sorte. Besonders von Frauen höre ich oft: ich bin eben so emotional. Gut. Und was weiter? Freischein? Kindergarten life? Nicht das die Herren den Kindergarten nicht auch drauf hätten. Sicher, Drama, Drama, Drama kann einen Selbstzweck im Flechtwerk der Persönlichkeit haben. Doch das macht es nicht besser.

Wenn mehr Gelassenheit wirklich unser Ziel ist, wenn wir souveränes Verhalten wirklich schätzen und der Überzeugung sind, dass Souveränität den Menschen adelt, wenn wir Slow Life als eine erstrebenswerte Haltung annehmen und verinnerlichen wollen, dann braucht es eine ausgeruhte Balance zwischen Emotion und Verstand. Und das Fundament dafür ist die Beherrschung des Unaufgeregten.

Zuversichtliche Grüße
adP1050945

Seneca (4 BC – 65 AD), a Roman Stoic philosopher:

‘But what you yearn for is something great and supreme and very similar to being a god: to be unshaken. (…) I call this state imperturbability. (…) Hence, we ask ourselves how the soul can constantly be in an even and serene movement, on friendly terms with itself and observe its doing with joy – a joy which it does not disturb, remaining in this still state, neither euphoric nor depressed: This is imperturbability.’

It is this state of being unshakeable I have in mind when I talk about ‘inner stability’ and make it a topic in my seminars. If we endeavour after a little more steadiness, a tiny bit of emotional strength, some more reason, at least a touch of impulse control, then we can be rewarded by a feeling of relaxation, imperturbability, by healthy organs, a good mood and a wonderful resistance against stress.

This state does not have to be there ‘constantly’ as Seneca puts it. But to keep some unexcitedness in our sleeve and to be able to activate it in case of need would be a commendable state, wouldn’t it?

It is a deplorable fact that, particularly in a crisis, emotions usually rank higher than matter-of-factness. Being emotional is always great; matter-of-factness, dispassion, reason is lifeless, is cold, displays indifference. All this seething emotionality will lead to nothing but drama, drama, drama – at least to nothing which might help us to find a constructive solution to the problem. But at any rate, you will not be one of the emotionally cold guys. I often hear women say: ‘I’m just emotional. There’s nothing I can do.’ So what? Carte blanche? Nursery school live? I am not saying that men do not play this game. Sure – drama, drama, drama can become an end in itself in the wickerwork of personality. This, however, does not make it any better.

If we seriously aim at developing more imperturbability, if we truly appreciate self-confident behaviour and are convinced that self-confidence ennobles a person, if we want to accept slow life as a desirable attitude and integrate it into our lives – then we will need to develop a relaxed balance between emotion and reason. And the foundation is to master unexcitedness.

Optimistic wishes,
ad

Seminar-Angebot

Fanö 2009 174

Eben mal kurz zur Besinnung kommen?!

So lautet der Titel eines Seminars, welches ich im Juni 2014 anbiete.

Wer mehr Ruhe in sein Leben bringen möchte, wer seine Selbstfürsorge verbessern und seine innere Stabilität steigern will, ist in diesem Seminar richtig.

Bei Interesse – oder als Tipp – gern nachschauen unter:

www.seminarmarkt.de (Managerseminare)

www.angela-detmers.de

Drama, Drama, Drama

Worrying doesn't take away tomorrow's troubles, it takes away today's peace. Join www.vegfriend.com to connect with veggie friends from all over the world! Twitter: http://twitter.com/vegcommunity Instagram: http://instagram.com/vegcommunity

Das Foto habe ich bei einer Freundin gesehen – es musste in diesen Blog.
Ich wünschte, wir wären mehr von einer solchen Haltung geprägt. Ich kann die Ebenen gar nicht alle aufzählen, auf denen uns das gut tun würde. So gut.

Schon der Volksmund weiß zu verkünden, dass ungelegte Eier nichts sind, womit man sich beschäftigen sollte. Und doch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich einer Art Volkssport beiwohne. Oder dem irrigen Glauben, wer sich Sorgen – sprich Gedanken – macht (natürlich möglichst viel und voll der Anstrengung), sei ein besserer Mensch. Nicht gleichgültig oder oberflächlich. Sondern mitfühlend. Interessanterweise fühlen die Mitfühlenden sich selbst oft genug überhaupt nicht. Mit allen Konsequenzen.

Wir wissen, dass auch das Sich-Sorgen-machen eine Funktion im Lebensprozess Worrying doesn't take away tomorrow's troubles, it takes away today's peace. Join www.vegfriend.com to connect with veggie friends from all over the world! Twitter: http://twitter.com/vegcommunity Instagram: http://instagram.com/vegcommunity

Das Foto habe ich bei einer Freundin gesehen – es musste in diesen Blog.
Ich wünschte, wir wären mehr von einer solchen Haltung geprägt. Ich kann die Ebenen gar nicht alle aufzählen, auf denen uns das gut tun würde. So gut.

Schon der Volksmund weiß zu verkünden, dass ungelegte Eier nichts sind, womit man sich beschäftigen sollte. Und doch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich einer Art Volkssport beiwohne. Oder dem irrigen Glauben, wer sich Sorgen – sprich Gedanken – macht (natürlich möglichst viel und voll der Anstrengung), sei ein besserer Mensch. Nicht gleichgültig oder oberflächlich. Sondern mitfühlend. Interessanterweise fühlen die Mitfühlenden sich selbst oft genug überhaupt nicht. Mit allen Konsequenzen.

Wir wissen, dass auch das Sich-Sorgen-machen eine Funktion im Lebensprozess haben kann. Es wird z. B. benutzt, um sich von Lebensglück abzuschneiden, von Wohlgefühl, von Stressfreiheit und von der Auseinandersetzung mit sich selbst. Im Schlepptau: mangelndes Vertrauen in sich und andere.

Aus dem „worry“  wird dann schnell mal das Modell „Drama, Drama, Drama“.
Wir reden von Stress und Stressvermeidung, von Burnout und Life Balance, von Konsum und alternativen Lebensformen, von West und Ost, von arm und reich, von laut und leise, wir ersticken in Büchern, die uns erklären, wie der Mensch funktioniert, Zeitungen, Volkshochschulen, Fortbildungsanbieter, Fernsehbeiträge, Magazine – aber Drama, Drama, Drama ist und bleibt wohl das beliebteste Gesellschaftsspiel. Wir lernen so wenig.

Solange – salopp formuliert – emotional immer ganz toll und Sachlichkeit einfach nur bäh ist und in die Kategorie herzlos fällt, wird das Geschrei über Nichtigkeiten nicht abreißen. Muss denn wirklich auf jeden Zug aufgesprungen werden, um sich persönlich angegriffen fühlen zu können, Kränkungen zu erfahren und das Leben mit Lärm machen zu verwechseln? Nicht zu vergessen der allseits beliebte Opferstatus.
Es ist schon schade, dass so viel Wissen über die menschliche Natur ungenutzt bleibt, Lösungen in der Regel im Außen gesucht und  Stille und Alleinsein viel zu oft nicht mit Genuss verbunden werden.
Das fehlt vielen Menschen, und es ist gesellschaftlich spürbar. Der Umgangston (nicht nur im Bereich Service und Dienstleistung), das Miteinander, unsere Geduldsfäden… Lassen Sie uns ein wenig an der Oberfläche der Ungeduld kratzen, und wir werden Wut entdecken.

Don’t worry, be happy lautete der Text unter einer gemalten Katze, die sich hoffnungslos in einem Berg von Spagetti verheddert hatte. Das Bild hing im Zimmer meiner Kinder.

Wieder einmal führt der Weg zum tiefen Ausatmen. Und hoffentlich zu der Entdeckung, dass jede Form von Stressvermeidung mit der Freundschaft zu sich selbst beginnt:
Bin ich mir selbst wichtig? Was denke ich über mich? Womit umgebe ich mich? Mit wem verbringe ich meine Zeit? Will ich das? Womit füttere ich meinen Körper, meinen Geist? Sorge ich für mich selbst? Liebevoll? Bedürfnisgerecht?
Sich selbst der beste Freund zu sein, ist die beste Grundlage, um das Leben zu meistern. Auf diesem Fundament kann die Einstellung wachsen, von der eingangs die Rede war. Ich möchte sagen, ein wahres Kinderspiel…

Worrying doesn't take away tomorrow's troubles, it takes away today's peace. Join www.vegfriend.com to connect with veggie friends from all over the world! Twitter: http://twitter.com/vegcommunity Instagram: http://instagram.com/vegcommunity

Beste Grüße
ad

 

 

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Sorgen Sie gut für sich!

P1050036

Nachmittag. Tür zu und tief einatmen. Ausatmen in Vorfreude. Sanfte Musik, Kerzen, in Lieblingsdecke einkuscheln. Noch mehr ausatmen und zusehen, wie sich die Dunkelheit auf den Weg zu uns macht. Friedvoll zuschauen. Kopfgeräusche? Stecker raus. Noch mehr ausatmen. Körper spüren. Seele spüren. Ankommen.

Wärmende Grüße
ad