Wie man einem Problem zu Leibe rücken kann

Frei nach dem Motto: Selbst ist die Frau und selbst ist der Mann!
folgen hier einige Beispiele möglicher (und erforderlicher?!) Blickwinkel-Veränderungen. 

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Wir stellen uns vor, Sie haben ein Problem….

+ Was wäre die optimale Lösung?

+ Wann/Wo gab es Ausnahmen?

+ Wie würde jemand aus einer anderen Kultur das sehen?

+ Wirklich immer?

+ Welche Ressourcen haben Sie noch?

+ Wenn eine Freundin das Problem hätte, was würden Sie ihr raten?

+ Wie würden Sie das in 10 Jahren sehen?

+ Wenn Sie xy wären, was würden Sie tun?

+ Wie schaffen Sie es, so lange das Problem zu haben?

Nun brauchen Sie nur noch viele, schöne Probleme, damit Sie üben können.
Weil: Manchmal ist Routine Gold wert.

Behilfliche Grüße
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Verwöhnte Bande

Das sind die Anfänge des Autobahnbaus in Amerika*. Gut. Des Straßenbaus.
Quer durch die Wüste. Und was soll ich sagen? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

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Als erstes gehen die Straßenbauarbeiter in Stellung. Natürlich muss vorher irgendjemand mit dem Spaten durch die Wüste gegangen sein, um den Spurverlauf vorzugeben. Oder so ähnlich.

Dann wurde die Strasse gebaut. Sieht man ja auch. Weiterlesen

Auf eigenen BeinenOn your own two feet

Marc Aurel, Römischer Kaiser (161 – 180)

„Tue nichts mit Widerwillen, nichts ohne Rücksicht aufs Gemeinwohl, nicht ohne Prüfung, nichts im Gezerre der Leidenschaften. Schmücke deine Gedanken nicht mit schönen Redensarten; sei nicht geschwätzig, noch auch vielgeschäftig. (…) Eines aber lass dir gesagt sein: Sei heiter und nicht bedürftig der Dienste, die von außen kommen, auch nicht bedürftig des Friedens, welchen andere gewähren. Aufrecht also musst du stehen, ohne aufrecht gehalten zu werden.“

Pusteblume, Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 120
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Verwurzelte Grüße
adMarc Aurel, Roman Emperor (161 – 180)

‘Do not do anything unwillingly, anything without considering the public interest, anything without close examination, anything while torn by passion. Do not adorn your thoughts with vain or pleasant phrases; do not be garrulous or bustling. (…) But take this to heart: Be serene and not in need of either the service or the peace offered by others. So, you have to be upright without being held in an upright position.

Pusteblume, Mischtechnik auf Leinwand, 50 x 120

Blowball, Mixed media on canvas, 50 x 120 cm, ad

Firmly rooted yours,
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Von der Schönheit des UnaufgeregtenOn the Beauty of Unexcitedness

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Seneca (4 v. Chr. – 65 v. Chr.), römischer Philosoph und Stoiker

„Was du sehnlichst wünschst, ist aber etwas Großes und Vollkommenes, etwas Gottähnliches: sich nicht erschüttern zu lassen.(…) Ich nenne diesen Zustand Gelassenheit. (…) Wir stellen uns also die Frage, wie die Seele sich immer in einer gleichmäßigen und glücklichen Bewegung befinden, mit sich in bestem Einvernehmen sein und ihr Tun mit Freude betrachten kann und diese Freude nicht unterbricht, sondern immer in einem ruhigen Zustand verharrt, weder euphorisch noch deprimiert: Das wird Gelassenheit sein.“

Wenn ich von „Innerer Stabilität“ spreche – und im Seminar zum Thema mache – dann ist genau diese Unerschütterlichkeit das Ziel. Im Bemühen um ein wenig mehr Standfestigkeit, ein Quentchen mehr emotionale Belastbarkeit, ein bisschen mehr Vernunft, wenigstens einen Hauch von Impulssteuerung, könnten Entspannung, Gelassenheit, gesunde Organe, gute Laune und wunderbare Stressresistenz unsere Belohnung sein.

Es muss ja nicht wie bei Seneca von „immer“ die Rede sein. Aber das Unechauffierte im Handlungsrepertoire zu haben und bei Bedarf den entsprechenden Modus aktivieren zu können, wäre doch ein dankenswerter Zustand, meinen Sie nicht?

Es ist schade, dass besonders in Krisenmomenten Emotion in der Regel besser da steht als Sachlichkeit. Emotion ist immer ganz toll, Sachlichkeit, Nüchternheit, Vernunft ist leblos, kalt, ja Desinteresse. Wir erreichen zwar außer Drama, Drama, Drama nichts mit all der aufgeschäumten Emotionalität (jedenfalls nichts, was einer konstruktiven Lösung behilflich sein könnte), aber man ist jedenfalls keiner von der gefühlskalten Sorte. Besonders von Frauen höre ich oft: ich bin eben so emotional. Gut. Und was weiter? Freischein? Kindergarten life? Nicht das die Herren den Kindergarten nicht auch drauf hätten. Sicher, Drama, Drama, Drama kann einen Selbstzweck im Flechtwerk der Persönlichkeit haben. Doch das macht es nicht besser.

Wenn mehr Gelassenheit wirklich unser Ziel ist, wenn wir souveränes Verhalten wirklich schätzen und der Überzeugung sind, dass Souveränität den Menschen adelt, wenn wir Slow Life als eine erstrebenswerte Haltung annehmen und verinnerlichen wollen, dann braucht es eine ausgeruhte Balance zwischen Emotion und Verstand. Und das Fundament dafür ist die Beherrschung des Unaufgeregten.

Zuversichtliche Grüße
adP1050945

Seneca (4 BC – 65 AD), a Roman Stoic philosopher:

‘But what you yearn for is something great and supreme and very similar to being a god: to be unshaken. (…) I call this state imperturbability. (…) Hence, we ask ourselves how the soul can constantly be in an even and serene movement, on friendly terms with itself and observe its doing with joy – a joy which it does not disturb, remaining in this still state, neither euphoric nor depressed: This is imperturbability.’

It is this state of being unshakeable I have in mind when I talk about ‘inner stability’ and make it a topic in my seminars. If we endeavour after a little more steadiness, a tiny bit of emotional strength, some more reason, at least a touch of impulse control, then we can be rewarded by a feeling of relaxation, imperturbability, by healthy organs, a good mood and a wonderful resistance against stress.

This state does not have to be there ‘constantly’ as Seneca puts it. But to keep some unexcitedness in our sleeve and to be able to activate it in case of need would be a commendable state, wouldn’t it?

It is a deplorable fact that, particularly in a crisis, emotions usually rank higher than matter-of-factness. Being emotional is always great; matter-of-factness, dispassion, reason is lifeless, is cold, displays indifference. All this seething emotionality will lead to nothing but drama, drama, drama – at least to nothing which might help us to find a constructive solution to the problem. But at any rate, you will not be one of the emotionally cold guys. I often hear women say: ‘I’m just emotional. There’s nothing I can do.’ So what? Carte blanche? Nursery school live? I am not saying that men do not play this game. Sure – drama, drama, drama can become an end in itself in the wickerwork of personality. This, however, does not make it any better.

If we seriously aim at developing more imperturbability, if we truly appreciate self-confident behaviour and are convinced that self-confidence ennobles a person, if we want to accept slow life as a desirable attitude and integrate it into our lives – then we will need to develop a relaxed balance between emotion and reason. And the foundation is to master unexcitedness.

Optimistic wishes,
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Seminar-Angebot

Fanö 2009 174

Eben mal kurz zur Besinnung kommen?!

So lautet der Titel eines Seminars, welches ich im Juni 2014 anbiete.

Wer mehr Ruhe in sein Leben bringen möchte, wer seine Selbstfürsorge verbessern und seine innere Stabilität steigern will, ist in diesem Seminar richtig.

Bei Interesse – oder als Tipp – gern nachschauen unter:

www.seminarmarkt.de (Managerseminare)

www.angela-detmers.de

Drama, Drama, Drama

Worrying doesn't take away tomorrow's troubles, it takes away today's peace. Join www.vegfriend.com to connect with veggie friends from all over the world! Twitter: http://twitter.com/vegcommunity Instagram: http://instagram.com/vegcommunity

Das Foto habe ich bei einer Freundin gesehen – es musste in diesen Blog.
Ich wünschte, wir wären mehr von einer solchen Haltung geprägt. Ich kann die Ebenen gar nicht alle aufzählen, auf denen uns das gut tun würde. So gut.

Schon der Volksmund weiß zu verkünden, dass ungelegte Eier nichts sind, womit man sich beschäftigen sollte. Und doch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich einer Art Volkssport beiwohne. Oder dem irrigen Glauben, wer sich Sorgen – sprich Gedanken – macht (natürlich möglichst viel und voll der Anstrengung), sei ein besserer Mensch. Nicht gleichgültig oder oberflächlich. Sondern mitfühlend. Interessanterweise fühlen die Mitfühlenden sich selbst oft genug überhaupt nicht. Mit allen Konsequenzen.

Wir wissen, dass auch das Sich-Sorgen-machen eine Funktion im Lebensprozess Worrying doesn't take away tomorrow's troubles, it takes away today's peace. Join www.vegfriend.com to connect with veggie friends from all over the world! Twitter: http://twitter.com/vegcommunity Instagram: http://instagram.com/vegcommunity

Das Foto habe ich bei einer Freundin gesehen – es musste in diesen Blog.
Ich wünschte, wir wären mehr von einer solchen Haltung geprägt. Ich kann die Ebenen gar nicht alle aufzählen, auf denen uns das gut tun würde. So gut.

Schon der Volksmund weiß zu verkünden, dass ungelegte Eier nichts sind, womit man sich beschäftigen sollte. Und doch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich einer Art Volkssport beiwohne. Oder dem irrigen Glauben, wer sich Sorgen – sprich Gedanken – macht (natürlich möglichst viel und voll der Anstrengung), sei ein besserer Mensch. Nicht gleichgültig oder oberflächlich. Sondern mitfühlend. Interessanterweise fühlen die Mitfühlenden sich selbst oft genug überhaupt nicht. Mit allen Konsequenzen.

Wir wissen, dass auch das Sich-Sorgen-machen eine Funktion im Lebensprozess haben kann. Es wird z. B. benutzt, um sich von Lebensglück abzuschneiden, von Wohlgefühl, von Stressfreiheit und von der Auseinandersetzung mit sich selbst. Im Schlepptau: mangelndes Vertrauen in sich und andere.

Aus dem „worry“  wird dann schnell mal das Modell „Drama, Drama, Drama“.
Wir reden von Stress und Stressvermeidung, von Burnout und Life Balance, von Konsum und alternativen Lebensformen, von West und Ost, von arm und reich, von laut und leise, wir ersticken in Büchern, die uns erklären, wie der Mensch funktioniert, Zeitungen, Volkshochschulen, Fortbildungsanbieter, Fernsehbeiträge, Magazine – aber Drama, Drama, Drama ist und bleibt wohl das beliebteste Gesellschaftsspiel. Wir lernen so wenig.

Solange – salopp formuliert – emotional immer ganz toll und Sachlichkeit einfach nur bäh ist und in die Kategorie herzlos fällt, wird das Geschrei über Nichtigkeiten nicht abreißen. Muss denn wirklich auf jeden Zug aufgesprungen werden, um sich persönlich angegriffen fühlen zu können, Kränkungen zu erfahren und das Leben mit Lärm machen zu verwechseln? Nicht zu vergessen der allseits beliebte Opferstatus.
Es ist schon schade, dass so viel Wissen über die menschliche Natur ungenutzt bleibt, Lösungen in der Regel im Außen gesucht und  Stille und Alleinsein viel zu oft nicht mit Genuss verbunden werden.
Das fehlt vielen Menschen, und es ist gesellschaftlich spürbar. Der Umgangston (nicht nur im Bereich Service und Dienstleistung), das Miteinander, unsere Geduldsfäden… Lassen Sie uns ein wenig an der Oberfläche der Ungeduld kratzen, und wir werden Wut entdecken.

Don’t worry, be happy lautete der Text unter einer gemalten Katze, die sich hoffnungslos in einem Berg von Spagetti verheddert hatte. Das Bild hing im Zimmer meiner Kinder.

Wieder einmal führt der Weg zum tiefen Ausatmen. Und hoffentlich zu der Entdeckung, dass jede Form von Stressvermeidung mit der Freundschaft zu sich selbst beginnt:
Bin ich mir selbst wichtig? Was denke ich über mich? Womit umgebe ich mich? Mit wem verbringe ich meine Zeit? Will ich das? Womit füttere ich meinen Körper, meinen Geist? Sorge ich für mich selbst? Liebevoll? Bedürfnisgerecht?
Sich selbst der beste Freund zu sein, ist die beste Grundlage, um das Leben zu meistern. Auf diesem Fundament kann die Einstellung wachsen, von der eingangs die Rede war. Ich möchte sagen, ein wahres Kinderspiel…

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Beste Grüße
ad

 

 

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Erfolg

wonderful life, Mischtechnik, Kupfer, Bronze auf Leinwand, 2008, 120 x 100

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Ralph Waldo Emerson – mein Bruder im Geiste -:

„Oft lachen und lieben. Den Respekt intelligenter Menschen gewinnen und die Liebe von Kindern. Von anerkannten Kritikern anerkannt werden. Dankbar sein für die Schönheit. Sich selbst verschenken. Die Welt ein bisschen besser zurücklassen, sei es durch ein fröhliches Kind, ein kleines Stück Garten oder die grandiose Lösung einer großen Not. Mit Begeisterung gespielt und gesungen haben. Zu wissen: Es gab wenigstens einen einzigen Menschen auf dieser Welt, der leichter atmen konnte, nur weil Du gelebt hast.“

Das ist die beste Beschreibung von Erfolg, die ich kenne. Vielleicht sind ein paar Prisen für die Gestaltung unseres neuen Jahres dabei. Oder für ein aufgefrischtes Denken. Oder für ein Lächeln. Über das Lächeln würde ich mich freuen. Sehr sogar.

Wache Grüße
ad

Gedanken zum Dadaismus

Wie angekündigt, hier noch ein paar Gedanken zu Kurt Schwitters und zum Dadaismus.

Kurt Schwitters (1887 – 1948) Lektüre fiel mir eher zufällig in die Hände. Dadaismus – ich wusste nicht viel darüber. Ich habe ein bisschen nachgeblättert und fand folgendes. Dadaismus mag auf den ersten Blick wie freudvoller Blödsinn wirken. Ich möchte auch nicht in Abrede stellen, dass die Beteiligten ihren Spaß hatten. Schaut man sich allerdings Weiterlesen

Vom guten Umgang mit dem Tod

So lautet der Titel der GEOWISSEN-Ausgabe aus dem Sommer (Nr. 51).

Elsass 064
Ich gehöre zu denen, die bedauern, wie tabuisiert die Themen Sterben und Tod in unserer Gesellschaft sind. In meiner Familie wurde so gut wie nie darüber gesprochen.
Für mich persönlich habe ich anders entschieden. Und bin froh, inzwischen eine Haltung einnehmen zu können, die mir hilft, das Thema mit Gelassenheit zu betrachten. Wir kommen aus dem Nichts und gehen ins Nichts. Davon bin ich überzeugt. Ich halte Sterben für die natürlichste Sache der Welt. Es ängstigt mich nicht, es beschäftigt mich nicht. Ich habe Frieden mit dem Thema schließen können, und darüber freue ich mich.

Denn ich wollte mein Leben nicht in Angst vor dem menschlichen Ende verbringen. Mein Vater hatte Angst vor dem Tod. Sehr sogar. Er hat zwei Kriege überlebt, ist fast neunzig geworden. Doch solange ich denken kann, ängstigte er sich sehr. Ein allgegenwärtiges Thema. Es wurde zu einer Art Bremse der Lebensfreude. So empfinde ich es als Befreiung, eine eigene Haltung zu Themen entwickeln zu können. In diesem Fall eine sehr versöhnliche.

Michel de Montaigne

„Berauben wir den Tod zunächst seiner stärksten Trumpfkarte, die er gegen uns in Händen hält, und schlagen wir dazu einen völlig anderen als den üblichen Weg ein: Berauben wir ihn seiner Unheimlichkeit, pflegen wir Umgang mit ihm, gewöhnen wir uns an ihn (…)“

Und das ist, finde ich, ein sehr guter Vorschlag.
Persönliche Grüße aus dem November
ad

Die große Stille

So heißt ein Film über die „Grande Chartreuse“ – dem Mutterkloster der Karthäuser, einem berühmten Schweigeorden. Der Regisseur, Philip Gröning, hatte sich bereits vor vielen Jahren beim Prior vorgestellt, um einen Film drehen zu dürfen. Die Antwort lautete: Wir denken darüber nach. Neunzehn (!) Jahre später erhielt der Regisseur den Anruf aus dem Kloster: Man wäre jetzt soweit…….

Das Filmen über das „Innenleben“ dieses Ordens konnte beginnen. Der erste Zutritt eines Menschen von außen, dem so etwas erlaubt wurde. Mit Auflagen – es dürfe kein Weiterlesen