Findet mich das Glück……?

Lebensqualität hat viele Gesichter. Schon eine einheitliche Definition ist so eine Sache. Manche verbinden damit, genügend finanzielle Mittel zu besitzen, um sich (wenigstens ) die meisten Wünsche erfüllen zu können. Andere lieben ihre Hängematte, schnappen sich ihr Lieblingsgetränk und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein. Sie atmen behaglich seufzend aus, schaukeln im lauen Frühlingswind und verschwenden nicht den geringsten Gedanken an ihr nicht vorhandenes Gut-Haben (!) und das letzte, was ihnen jetzt einfiele, wäre Geld.
Manche sagen, Hängematte geht nur mit Geld oder andersherum.
Ich denke, die Hauptsache könnte sein, sich überhaupt über (seine) Lebensqualität Gedanken zu machen. Und sich darum zu kümmern, dass der möglicherweise empfundene Mangel (siehe z. B. Thema Zeit)  behoben wird. Ein bißchen wenigstens. Schritt für Schritt. Vielleicht aber auch der große Sprung.
Es gibt viele wirklich zufriedene Menschen. Die ihre Mitte gefunden haben und ihren Grad an Lebensqualität genießen. Sie sind wunschlos glücklich. Spielen diese Menschen Lotto? Für die ganz, ganz großen Wünsche? Haben sie ganz, ganz große Wünsche? Kann man ganz, ganz große Wünsche haben und sich dennoch wunschlos glücklich fühlen? Oder bedeutet wunschlos: so kann es weitergehen bis ans Ende meiner Tage? Kann man im Kleinen wunschlos sein und im Großen wünschen und dennoch in seiner entspannten Mitte sein? Oder bringen große Wünsche aus dem Gleichgewicht? Ist wunschlos überhaupt erstrebenswert?

Rilke sagt so schön (siehe vorgehenden Beitrag), dass man Fragen lieben sollte.
Sollten Sie mit dieser Aussage etwas anfangen können, dann mögen Sie vielleicht auch das Buch…“Findet mich das Glück….?“ mit vielen, vielen wunderbaren Fragen…….
(Fischli/Weiss, Verlag der Buchhandlung Walther König – Bitte nicht bei Amazon bestellen, danke!)

Haben Sie Freude dran!
ad

Rilke……….

Man muss den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen –
und dann
gebären….
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt zu den Geduldigen,
die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit……
Man muss Geduld haben,
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.
Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.

….Gern laut lesen, vorlesen, mit einem Füllfederhalter auf schönstem Papier abschreiben, sinnen, träumen und …..und dankbar sein.

Wunderschönen 1. Mai
ad

Slow-Life-Expertin…. wozu?……

Ich schreibe hier von Expertentum…und das in Verbindung mit Slow Life, diesem wahrlich facettenreichen Begriff. Doch es soll hier nicht um den berühmten Stein des Weisen gehen, sondern um Unterstützung. Vor allem dabei, sich selbst wieder zu finden – sollte man sich denn verloren gegangen sein.
Zeigt sich nicht genau das an allen Ecken und Enden? Dieser mangelnde Kontakt des Einzelnen zu sich selbst? Nicht zuletzt in jeder Form von Stress, denn dort lässt sich eine – ich möchte sagen – himmelschreiende Anzahl überflüssiger Aufregerei orten, die uns jedesmal ein Stück weiter von unserer Mitte entfernt.
Allzu oft folgt darauf erstmal der Einwand: also überflüssig…., Frau Detmers, ich möchte Sie mal sehen, wenn…… und da würde jeder(!)……..jetzt soll ich wohl immer „om“ machen und so’n Quatsch (würde es Ihnen denn helfen? – Also ich kenn‘ das gar nicht….)…….das ist doch normal (normal ist, was mir gut(!) tut)…..und….und…..und…..

So bietet eine Slow-Life-Expertin in erster Linie die Auseinandersetzung mit den Themen Bewusstheit und Wahrnehmung, Achtsamkeit und Selbstfürsorge und – an vorderster Stelle – innerem Abstand, Abstand, Abstand!
Nur so kann eine innere Stabilität entstehen, die die Zuschreibung Stabilität auch verdient – und die ein Garant dafür ist, dass emotionale Spontan-Feuerwerke nicht sämtliche Reserven verpulvern……….
Zum Thema innere Stabilität und Abstand  an anderer Stelle mehr.

Mit vielen Osterglocken-Grüßen (endlich!)

 

 

 

Slow Life……oder…..Liebe auf den ersten Blick

Wie kommt man dazu, eine Slow-Life-Expertin werden zu wollen? Und wie ist dieser Begriff überhaupt entstanden?
Ich hörte ihn vor ungefähr drei Jahren zum ersten Mal. Meine Tochter absolvierte damals ein Auslandspraktikum in Finnland und erzählte von ihrer Teilnahme an einem Slow-Life-Symposium. Zwar ging es dort mehr um Architektur und Städtebau, aber auch um Abbau von Stress und Verbesserung von Lebensqualität.

Ich war von dem Begriff sofort begeistert! Schon lange war ich auf der Suche nach einer Überschrift, einem Dach, einem Sammelbegriff als neuen Firmennamen, der die inhaltliche Veränderung meiner Angebotspalette deutlich machen konnte (weg von den Soft skills und näher an Themen aus dem Gesundheitsmanagement). Offen gestanden bin ich kein Freund von Anglizismen, aber bis heute habe ich keinen guten und praktikablen Ersatz für diesen Begriff gefunden. Sicher, wir kennen das Wort Entschleunigung, aber er trifft nicht ganz das, was ich unter Slow Life verstehe. Es geht eher um Small Life und Entschleunigung ist – wenn auch eine fundamentale – Facette.

Wenn man wie ich jahrzehntelang mit Menschen und deren Art der Kommunikation zu tun hat, mit ihren Verhaltensmustern, ihren Strategien, den Ängsten und Widerständen, dann kommt man irgendwann, so denke ich, ganz von allein darauf, dass die zentrale Überschrift lautet: Kümmert Euch um Eure Lebensqualität!

Es gibt ein Buch mit dem Titel „Slow Life“, welches inzwischen  etwa 10 Jahre auf dem Buckel hat und eine Ansammlung dessen beinhaltet, was Slow Life umfassen kann:
Slow Food ist inzwischen vertraut, Slow City vielleicht auch.
Doch inzwischen gibt es schon mehr:
Slow schooling, Slow Science, Slow Wine, Slow dancing, Slow Love, Slow Tourism, Slow Travelling etc.
Sicher, es besteht die reelle Gefahr, dass ein Wort inflationär genutzt wird. Das letzte Opfer war wohl in dieser Hinsicht das Wort Burnout. Aber auch der übermäßige Gebrauch eines Wortes oder Gedankens entwertet nicht dessen Inhalt.
OK –

View/Stern Nr. 1/2013               Endlich mehr Zeit
Psychologie heute April 2013   Den Stress entmachten
Cicero 08/12                              Keine Zeit!
Gesund leben Nr.2/13               Zurück zur Gelassenheit

vielleicht muss nicht jedes Titelblatt/jede Zeitschrift/jede Zeitung mit dem Thema trumpfen wollen. Aber z. Z. bin ich noch ganz glücklich darüber, dass der Begriff Slow Life und alles, was ihn ausmacht, in die Gesellschaft hineingetragen wird – in welcher Form auch immer. Ein langsameres Lebenstempo löst sicherlich nicht sämtliche Probleme, und vor allem muss es nicht automatisch zu mehr Lebensqualität führen.
Doch es ist ein kluger Anfang…….
Ich jedenfalls kann mir nichts Schöneres denken, als mich beruflich – und privat – mit diesem Fundus an Chancen und Möglichkeiten für eine Verbesserung von Lebensqualität auseinander zu setzen. Der Begriff Slow Life reizt mich noch immer, ja, er hat etwas Verführerisches, irgendetwas, das mich leise lächeln lässt, wenn ich an ihn denke.

Sonnige (jaha!!)  Grüße aus dem hohen Norden!
ad

Violoncello…

Gute Laune ist wunderbar, und wenn es Menschen, Dinge und Wörter gibt, die uns darin unterstützen, dann immer her damit.

In der Zeit gibt es eine Rubrik „Lieblingswort“ (bzw. Wortschatz).
Und im März fand sich dort mein persönliches Lieblingswort….
(http://blog.zeit.de/zeit-der-leser/2013/03/07/mein-wort-schatz-210/

Violoncello – Lieblingswort so lange ich denken kann. Kein Wort bereitet mir mit seinem Klang mehr Vergnügen: Diese Eleganz, diese Leichtigkeit, dieses Tremolo zu Beginn, um nach den geradezu artistisch anmutenden Zungenbewegungen der ersten drei Silben, in die man sich am besten mit geschlossenen Augen kopfüber hineinstürzt, nun das einzige „e“ des Wortes elegant, ein wenig lasziv und in aller Ruhe ins Delta des „O“ fließen zu lassen. Aaaah! Der Klang nimmt mich mit in mondäne Badeorte, ich denke an Positano, an galante Herren und geheimnisvoll lächelnde Damen, an Strohhüte und an Musikkapellen mit dem Schmelz jener Tage im Repertoire. Kann man da noch schlechter Laune sein? Ich jedenfalls bin gegen den Zauber dieses Wortes vollkommen wehrlos…..

Und genau so ist es.
Fröhliche Grüße

ad

Herzlich Willkommen

Hervorgehoben

Lebensqualität kennt viele Facetten.
Zu meinem persönlichen Favorit gehört die Facette SLOW LIFE.
Ich verbinde mit Slow Life Besonnenheit, das Nachdenken und Verweilen, den Charme der Bedächtigkeit, innere Balance und Müßiggang, den Genuss von Stille und Alleinsein sowie Zufriedenheit und Lebensfreude.
Mein Wissen und meine Erfahrung nach rund 30 Jahren als Beraterin und Coach (Stressbewältigung/Souveränität/Innere Stabilität) zum Thema Slow Life sind vielfältig, aktuell und inzwischen gibt es sie auch in Buchform:
Die Beherrschung des Unaufgeregten (ISBN 9783981 739916)
Sie haben Lust, mich auf dieser entschleunigten Reise durch die thematische Landschaft zu begleiten? Dann finden Sie hier – seit 2013 –  Nachdenkliches und Heiteres, Spannendes und Triviales, Tiefgründiges und Überflüssiges rund um das große Wort Entschleunigung oder dem langsamen Leben….Slow Life…..

Viel Freude beim Lesen, Kommentieren und Austauschen,
das wünscht Ihnen ganz herzlich

Ihre
Angela Detmers