Die lieben Nerven

Foto: Just another Manic Monday... Noch mehr Sprüche des Tages gibt es hier: ► http://bit.ly/spruch-des-tages ◄

Tja, da ist es wieder, das Thema. Ist ja witzig verpackt, keine Frage, ich grins mir da auch eins…….

Danach denke ich allerdings: Schade, schade…..
Vielleicht sollte man wieder Riechsalz einführen, so wie damals bei den eng geschnürten Damen, wenn ihnen die Nerven durchzugehen drohten… (ich glaub, dass ging damals schon ganz schnell, also das mit den durchgezwirbelten Nerven)  (und jede Wette, dass das auch strategisch eingesetzt wurde, also jede Wette!!).

Ich glaub nur nicht, dass wir heutzutage mit dem Riechsalz hinterher kämen. Ich meine, gibt es irgendetwas, worüber sich noch nicht aufgeregt wurde?  Außerdem schmückt Aufregung ja auch. Irgendwie. Ist doch wenigstens mal Leben in der Bude. Und wenn man eine ordentlich genervte Aura verbreitet, kommt auch keiner mehr und klatscht einem Arbeit auf den Tisch. Weil, das sieht man ja, die ist ja schon jetzt völlig fertig….

Genervt sein ist auch ein super Konfliktvermeider. Ein ganz praktischer. Und absolut gesellschaftsfähig. Scheint jeder zu kennen und jeder zu können. Gut, meinem Blutdruck tut weder das eine noch das andere gut, aber wie’s aussieht, sind eine Menge Leute lieber genervt als offen konfliktbereit. Manche nennen das genervt sein auch passiven Widerstand. Dann sind wir allerdings schnurstracks beim angepassten Kind-ICH (Transaktionsanalyse. Kennen Sie nicht? Lohnt sich!)

Deshalb.

Liebt Eure Nerven! Geht gut mit Ihnen um!
Und immer dran denken:  nach fest kommt lose!!!

Tiefenentspannte Sommergrüße
ad

Spende

Ohne Titel 9, Acryl auf Leinwand, 2007, 90 x 90
Kommunikationspunkt, Acryl auf Leinwand, 90 x 90, ad

Ich möchte dieses Bild gern als Spende für einen Kindergarten verschenken, damit dieser es versteigern und die „eigenen Reserven“ ein wenig auffüllen kann.

Hat jemand Interesse bzw. einen Kontakt?

Erfreute Grüße
ad

Buntes Yoga in der Großstadt

Stoff-Farben (Ausschnitt)

www.slowlife-collection.com

Yoga oder Joga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen umfasst. Der Begriff Yoga aus dem Sanskrit bedeutet  „Vereinigung“ oder „Integration“. Er beschreibt das „Anspannen“ oder „Anschirren“ des Körpers an die Seele und will als Sammlung und Konzentration verstanden werden.

Welcher Weg zur Verwirklichung dieser Ziele einzuschlagen ist, darin unterscheiden sich die verschiedenen Richtungen erheblich voneinander.
Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen (Darshanas) der indischen Philosophie. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. Yogakissen neu In 44 Farben zu bestellen unter: www.slowlife-collection.com

Der Siegeszug des Yogas in der westlichen Welt scheint mir vor allem darin zu liegen, das die Praktizierung es zulässt, sich in Ruhe (!) und mit Bewusstheit bzw. Achtsamkeit dem eigenen Körper zuzuwenden und ihn auf feinster Ebene zu erfahren.
Wir schenken uns, unserem Körper und unserem Geist vor allem ZEIT:
Durch den bewussten Einsatz des Atems ist es möglich, über viele Momente hinweg, der langsamen, ja millimeterweisen Entspannung der eigenen Muskulatur nachzuspüren und diese zu genießen.

Natürlich gibt es inzwischen Yoga-Arten und Stile (das neueste, dem ich begegnet bin, ist jetzt das Zirkus-Yoga…), die ich mit dem Begriff „Großstadt-Yoga“ versehen habe.
Ob Hot-Stone-Yoga, Flow-Yoga, Power(!)-Yoga – wir schaffen es scheinbar, in allem und jedem Speed unterzubringen.

Gegen den ganzen Speed oder – kehren wir zurück ins Deutsche – Geschwindigkeitsdrill braucht es einen Platz der Ruhe. Einen Ort, der uns wieder in Kontakt mit uns selbst bringt.
Eine Yogamatte zum Beispiel oder ein Yogakissen können zum Ort der Stille werden. Zum Ort des Bei-sich-seins. Der Ausgangspunkt für ein wohltuendes Ritual. Aufrecht auf einem geeigneten Kissen sitzen: Der Kopf wird frei, die Atmung vertieft sich, Stille kehrt ein. Unser Körper und unsere Seele wird es uns mit Wohlgefühl und Entspannung danken.

Atmende Grüße
ad

Ich vermisse Mrs. Peel

Mrs. Emma Peel ist bekannt? Aus der Kultserie der 60er: Mit Schirm, Charme und Melone? Inzwischen ist Diana Rigg längst eine Lady des Empires geworden, und zwar für Ihre überaus herausragenden Leistungen an den führenden Bühnen Englands.

Mit Schirm, Charme und Melone

Mit Schirm, Charme + Melone, 50 x 50 Mischtechnik auf Leinwand, ad

Damals jedoch klopfte sie nach beinah jedem Kinnhaken erstmal die Hände gegeneinander, um vermeintlichen Staub zu entfernen. Ja, das waren noch Kämpfe. In Schwarz-weiß wohlgemerkt. Die Pistole, die sie benutzte war so winzig, na, stellen Sie sich ein größeres Feuerzeug vor.
Das alles mag auf unser Auge heutzutage antiquiert wirken, doch es hat auch etwas unendlich Beruhigendes.
Denn dieses Höher-Schneller-Weiter hat ja bekanntermaßen nicht nur die Wirtschaftsetagen infiziert. Können Sie sich an alte Aufnahmen von Tennisspielen erinnern? Und an Tennisspiele von heute? Oder an das Eiskunstlaufen von „früher“? Manchmal meint man, man sähe zwei verschiedene Sportarten…..
Was soll denn nun nach einem vierfachen Tulup – oder wie das Ding heißt – noch Weiterlesen

Slow Life = Small Life?

Zuerst habe ich nur davon geträumt. Dann habe ich es getan: Ein „Handwerker-Auto“ gekauft, die Gästeliege vom Dachboden meiner Mutter gezerrt, eine Matraze drauf, 1 Campingstuhl 14,00 Euro, 1 Gaskocher 21,00 Euro, 1 Campingtisch 19,00 Euro gekauft und einen ADAC-Campingführer erstanden. Jungernfahrt nach Fehmarn auf einen kleinen Campingplatz, wo alle in der ersten Reihe stehen,  und übernachtet.
Und? Geschlafen wie in Abrahams Schoss.

Auf einen Campingplatz? Ist das nicht schrecklich spießig? Ist das nicht eklig mit so Duschen und so? Ich bekam einiges zu hören – und hab es gleich wieder vergessen.
20140704_144305
Denn was soll ich sagen: es war toll!

1 Zahnbürste, 1 Kamm, 1 Cremetopf, Haarwaschmittel und Sonnencreme….1 Teller,
1 Tasse, 1 Besteck – und natürlich meinen Kaffeefilter, denn morgens frischer Kaffee muss sein. Rundherum ein Gummiseil gespannt, Handtücher mit Wäscheklammern – fertig waren die Gardinen. Übernachtung für 18,00 Euro komplett.

Um mich herum Stille. Oder sanftes Blätterrauschen. Wetter fabelhaft, Wasser großartig. Dieses „kleine“ Leben hat mich inzwischen vollständig in seinen Bann gezogen. Ich vermisse nichts, ich brauche nichts. Ich komme mit unglaublich wenig aus. Und kann den Genuss kaum beschreiben. Dieses „Nichts“ des Tages – dieser Freiraum – nur ich, mein kleines Auto und der Strand. Und diese unglaubliche Stille.

Gut – man darf sicher keinen Campingplatz aufsuchen mit Animationsprogramm und dergleichen. Dieser hier hatte nicht einmal einen Laden…Eine kleine Kneipe…das war’s.
Für mich bedeutet das Auszeit pur.
In meinen Seminaren geht es oft um Stress. Wie bewältige ich ihn, wie kann ich mich schützen usw. Ganz schnell ist man beim Thema Abgrenzung. Und damit beim Thema Zeit für einen selbst. Neudeutsch „Eigenzeit“ genannt.
Manchmal landen wir dann beim Thema „Small Life“. Sehr oft sogar. In dem Zusammenhang höre ich häufig Menschen, die die Torte gern behalten und gleichzeitig aufessen wollen. Kein Seminar also ohne den Kernpunkt: Entscheidungen treffen.

Ich schreibe diese Zeilen, um einen bescheidenen Beitrag zu leisten, die Lust am ausprobieren nicht zu verlieren – auch gern in Richtung einfacher leben. Mir ist bewusst, dass hier viele Faktoren eine Rolle spielen, und nicht alles so leicht daher kommt, wie ich es mir gestalten kann.
Dennoch: Ich bin und bleibe überzeugter Anhänger der „Weniger ist mehr“-Philosophie. Werfen Sie Ballast ab – ob im Keller, Dachboden, Kleiderschrank oder im Kopf.
Sie werden eine Leichtigkeit empfinden, die süchtig machen kann.
Slow Life – es kann so einfach sein.

Lächelnde Grüße
ad

Der Sinn und die Schokolade

Die Seite mit lustigen Bildern und den dümmsten Sprüchen. Hier findest Du bestimmt was zum lachen. Klick: http://lachlos.ch/

Ist ja manchmal so im Leben: Man denkt wunder was einen erwartet, und dann …..
Mit der Angst ist es oft genauso: man denkt wunder was passiert, und dann – gar nix. Und man denkt sich: warum in drei Teufels Namen hatte ich bloß so’n Schiss davor? Da hätte ich ja viel eher schon…..

Deshalb – bei Angst zukünftig an Schokolade denken. Und dann mutig voran. Nach vollbrachter Tat – Schokolade auf der Zunge zergehen lassen. Und das Leben genießen. Mehr Sinn geht nicht.

Zartbittere Grüße
ad

Slow Life und die „Perfekten“ unter uns

Foto: Vielleicht

Menschen mit dem inneren Antreiber „Sei perfekt“ haben es nicht einfach. Das Antreiber-Modell aus der Transaktionsanalyse kennt von diesen Antreibern fünf an der Zahl:

Sei perfekt!    Sei schnell!    Sei stark!    Streng Dich an!    Mach es allen recht!

Wir haben als  Kinder feine Antennen, wofür wir Liebe und Zuwendung von unseren  Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen erhalten bzw. für welches gezeigte Verhalten wir diese eher bekommen können, und mit welchem Verhalten wir sie eher aufs Spiel setzen. Je nachdem, in welchem Umfeld wir aufwachsen, werden unterschiedliche Anforderungen an unser Verhalten gestellt, und aus diesen Anforderungen filtern wir gewissermaßen unsere ganz persönlichen „inneren Antreiber“ heraus, die wir unbewusst zur Selbststeuerung nutzen.

Meistens spielen alle Antreiber irgendwie eine Rolle, gänzlich frei davon ist niemand. Allerdings haben wir oft einen dominanten Antreiber, manchmal zwei und manchmal konkurrieren sie sogar noch miteinander. Wenn ich den Antreiber habe „Sei schnell“ und „Mach es allen recht“ gibt es eine Verstärkung, wenn ich statt „Mach es allen recht“ „Sei perfekt“ habe, dann ist die Gefahr des sich Aufreibens hoch: Denn schnell und perfekt passen nicht zusammen.

Vieles davon hat sich jedoch als Erwachsener auch als sinnvoll und hilfreich erwiesen, z. B. hat schnell sein durchaus seine positiven Einsatzmöglichkeiten – wie alle anderen Antreiber auch. Doch manches – insbesondere wenn es unbewusst bleibt  – hindert uns bei der Entfaltung von Lebensqualität und Lebensfreude. Slow Life wird zu einer echten Herausforderung.

Ein Mensch mit dem Antreiber „Sei perfekt“ z. B. trägt die innere Botschaft in sich: Foto: Vielleicht Weiterlesen