Adolphe SAXAdolphe Sax

Im belgischen Städtchen Dinant wird dieses Jahr gefeiert: Der berühmteste Sohn des Ortes, Adolphe Sax, wurde vor 200 Jahren am 06. November 1814 geboren. Und viele Veranstaltungen gedenken dieses großen Tages.

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Früher war die Stadt bekannt für ihre Messingarbeiten, und so war auch Alphonse, Sohn eines früheren Kunsttischlers und schließlich Musikinstrumentensbauers,  damit vertraut. Irgendwann begann Alphonse Sax mit dem Bau einer neuartigen Bassklarinette, die zum einen besser klang und zum anderen viel einfacher zu intonieren war.
Seine durschlagende Erfindung  des Saxophons  erblickte allerdings das Licht der Welt, als Alphonse bereits in Paris lebte und arbeitete. Hier begann er mit einem Bass-Instrument, weil dafür in den Orchestern und Militärkapellen Bedarf bestand. Es sollte weich klingen, dennoch laut genug sein und beweglich im Ton. Und so baute er ein Instrument aus Messing mit einer Mechanik, die er aus Elementen von Klarinette, Querflöte und Oboe konstruierte, und mit einem Klarinettenmundstück versah. Deshalb zählt das Saxophon auch zu den Holzblasinstrumenten, ein Aerophon, das mit einfachem Rohrblatt gespielt wird.

In Paris war man begeistert ob dieses Geniestreichs, und so baute Sax alles: vom kleinen Sopran-Saxophon bis zum musikalischem Schwergewicht, dem Subkontrabass-Saxophon. Der Siegeszug war unaufhaltsam: leicht zu erlernen und im Gegensatz zur Klarinette überbläst es in die Oktave und nicht in die Duodezime (als Duodezime bezeichnet man in der Musik ein Intervall, welches sich aus Oktave und Quinte zusammensetzt), der Fingersatz bleibt also in beiden Registern gleich. 1846 ließ er das Instrument patentieren.

In französische Militärkapellen hielt das Saxophon sehr schnell Einzug, während die preußischen Kapellmeister noch eine ganze Weile nichts mit solch neumodischem Kram zu tun haben wollten. Auch die damaligen Komponisten waren begeistert und so erklang an vielerlei Stellen schon bald das Saxophon auf der Bühne – und so sollte es bleiben (Bach, Bizet, Ravel u. v. a.).

Im Jazz war das Saxophon von den 1930er Jahren an ein nicht mehr wegzudenkendes Instrument, geprägt vor allem von den Virtuosen Charlie Parker und  Lester Young. Ein Musikinstrument mit so reichhaltigen musikalischen Möglichkeiten war wie für sie gemacht: es kann singen, nuscheln, quäken und die allerschönsten Töne erzeugen.

Doch wie das so mit schönen Erfindungen ist – überall gab es Nachahmer. So hat Alphonse Sax Prozess um Prozess geführt und im Verlauf dessen musste er dreimal Konkurs anmelden. Er war der erste Saxophon-Professor am Pariser Konservatorium – bis die Stelle 1871 gestrichen wurde. Und so starb er 1871 in Paris – weit entfernt von jeglichem Wohlstand.

Und heute? Ich kann die Stunden der Verzückung nicht zählen, die mir die verschiedensten Interpreten – vorrangig im Jazz – mit dem Saxophon bereitet haben. So samtig, so warm, so lebendig der Klang. Und so sage ich Ihnen, Herr Alphonse Sax, wo immer sie jetzt sind: Dankeschön! Sie haben meine Welt im allerbesten Sinne bereichert! Und entschleunigt!

Klangvolle Grüße
adThis year, the little town of Dinant in Belgium celebrates its most famous son: Adolphe Sax was born 200 years ago, on 6 November 1814. And there are many events commemorating this important day.

In the past, the town was renowned for its brass works and so, Adolphe, son of a former cabinet maker and then instrument maker, was familiar with this trade. At some stage, Adolphe started to build a new type a bass clarinet which, on the one hand, had a better sound and, on the other hand, was easier to play.

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His sweeping invention, the saxophone, came to life only when Adolphe already lived and worked in Paris. He started to build a bass instrument because there was need for one in the orchestras and military bands. It was required to have a soft sound and still be sufficiently loud and flexible in tone. And so, he built a brass instrument with a mechanical system which combined elements from the clarinet, flute, and oboe, fitting it with a clarinet mouthpiece. This is why the saxophone is a woodwind instrument, an aerophone which is played with a single reed.

People in Paris were enthusiastic about this masterstroke and finally, Sax built all sorts: from the small soprano saxophone to the musical heavy weight, the subcontrabass saxophone. The triumph could not be stopped: easy to learn and, other than the clarinet, it overblows into the octave and not into the twelfth (the twelfth in music is the interval composed of octave and fifth), keeping the fingering the same in both registers. 1846 he took out a patent for the instrument.

The saxophone made its arrival in the military bands very quickly while the Prussian capellmeisters, for quite a while, did not want to be bothered with such newfangled stuff. The composers at the time were excited, too, and consequently, the saxpophone was soon played on the stage at a number of places – and it was to stay like this (Bach, Bizet, Ravel and many more).

Jazz, from the 1930s, cannot be imagined without the saxophone which was predominantly shaped by the virtuosos Charlie Parker and Lester Young. An instrument offering so many comprehensive musical options was tailored for them: it can sing, mumble, squawk, and produce the most beautiful sounds.

But what happens to beautiful inventions? There are imitators all around. Adolphe Sax conducted many a process and in their course he had to declare bankruptcy three times. He was the first saxophone professor at the Paris Conservatoire until the position was abolished in 1871. And so he died in Paris in 1871 – far from any kind of wealth.

And today? I cannot count the hours spent in a rapture various interpreters – preferentially of Jazz – have given me playing the saxophone. Such a velvet, warm, and vibrant sound. And so, Mister Adolphe Sax, wherever you are now, I say thank you! You made my world richer in the best sense of the word. And slower!

Resounding regards,
ad

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PhysikPhysics

Die folgende Geschichte soll genauso passiert sein. Lesen Sie selbst.

Die folgende Frage wurde in einer Physikprüfung an der Universität von Kopenhagen gestellt:

„Beschreiben Sie, wie man die Höhe eines Wolkenkratzers mit einem Barometer feststellt.“

Ein Kursteilnehmer antwortete: „ Sie binden ein langes Stück Schnur an den Ansatz des Barometers, senken dann das Barometer vom Dach des Wolkenkratzers zum Boden. Die Länge der Schnur plus die Länge des Barometers entspricht der Höhe des Gebäudes.“

New York 2008 063ad

Diese in hohem Grade originelle Antwort entrüstete den Prüfer dermaßen, dass der Kursteilnehmer sofort entlassen wurde. Mit der Begründung, dass seine Antwort unbestreitbar korrekt war, appellierte der Kursteilnehmer an seine Grundrechte. Daraufhin wurde von der Universität ein unabhängiger Schiedsrichter ernannt. Sein Urteil: Die Antwort sei in der Tat korrekt, zeige aber kein wahrnehmbares Wissen von Physik. Um das Problem zu lösen, wurde entschieden, den Kursteilnehmer nochmals herein zu bitten und ihm sechs Minuten zuzugestehen, in denen er eine mündliche Antwort geben konnte, die mindestens eine minimale Vertrautheit mit den Grundprinzipen der Physik zeige.

Für fünf Minuten saß der Kursteilnehmer still und in Gedanken versunken. Der Schiedsrichter erinnerte ihn, dass die Zeit liefe, worauf der Kursteilnehmer antwortete, dass er einige relevante Antworten habe, aber sich nicht entscheiden könne, welche er verwenden sollte. Schließlich antwortete er wie folgt:

„Erstens könnten Sie das Barometer bis zum Dach des Wolkenkratzers nehmen, es über den Rand fallen lassen und die Zeit messen, die es braucht, um den Boden zu erreichen. Die Höhe des Gebäudes kann mit der Formel H=0.5g x t im Quadrat berechnet werden. Das Barometer wäre allerdings dahin!

Oder, falls die Sonne scheint, könnten Sie die Höhe des Barometers messen, es hoch stellen und die Länge seines Schattens messen. Dann messen Sie die Länge des Schattens des Wolkenkratzers, anschließend ist es eine einfache Sache, anhand der proportionalen Arithmetik die Höhe des Wolkenkratzers zu berechnen.

Wenn Sie aber in einem hohen Maße wissenschaftlich sein wollten, könnten Sie ein kurzes Stück Schnur an das Barometer binden, und es schwingen lassen wie ein Pendel, zuerst auf dem Boden und dann auf dem Dach des Wolkenkratzers. Die Höhe entspricht der Abweichung der gravitationalen Wiederherstellungskraft T=2Pi im Quadrat (l/g).

Oder, wenn der Wolkenkratzer eine äußere Nottreppe besitzt, würde es am einfachsten gehen, da hinauf zu steigen, die Höhe des Wolkenkratzers in Barometerlängen abzuhaken und oben zusammenzuzählen.

Wenn Sie aber bloß eine langweilige und orthodoxe Lösung wünschen, dann können sie selbstverständlich das Barometer benutzen, um den Luftdruck auf dem Dach des Wolkenkratzers und auf dem Grund zu messen und der Unterschied bezüglich der Millibare umzuwandeln, um die Höhe des Gebäudes zu berechnen.

Aber, da wir ständig aufgefordert werden, die Unabhängigkeit des Verstandes zu üben und wissenschaftliche Methoden anzuwenden, würde es ohne Zweifel viel einfacher sein, an der Tür des Hausmeisters zu klopfen und ihm zu sagen: Wenn Sie ein nettes neues Barometer möchten, gebe ich Ihnen dieses hier, vorausgesetzt Sie sagen mir die Höhe des Wolkenkratzers.“

Der Kursteilnehmer war der Däne Niels Bohr, der den ersten Nobelpreis für Physik gewann.

Aufschlussreiche Grüße
adThe following story is said to have truly happened as described in this text. Have a read.

A candidate in a physics exam at the University of Copenhagen was asked the following question:

“Describe how you can determine the height of a sky scraper using a barometer.”

New York 2008 063ad

The candidate’s answer: “Tie a long string to one end of the barometer and then lower the barometer from the roof of the sky scraper until it touches the ground. The length of the string plus the length of the barometer corresponds to the height of the building.”

The examiner was so much upset by this highly witty answer that he dismissed the candidate instantly. Arguing that his answer was indisputably correct, the candidate insisted on his fundamental rights. Subsequently, the university appointed an arbiter. He decided that the answer was correct, indeed, but did not display a discernible knowledge or understanding of physics. To solve the problem it was decided to ask the candidate in again and to grant him six minutes to present an answer which would prove, at the very least, a minimum acquaintance with the basic principles of physics.

For five minutes, the candidate sat in silence and absorbed in thought. The arbiter reminded him that time was running whereupon the candidate replied that he had some relevant answers but he could not make up his mind which one to present. Finally, he answered as follows:

“Firstly, you could carry the barometer to the roof of the sky scraper, drop it over the edge and measure the time it takes to reach the ground. The height of the building can be calculated using the formula H=0.5g x t2. The barometer, however, would be gone.

Or, if the sun is shining, you could measure the height of the barometer, upend it and measure the length of its shadow. Then you measure the shadow length of the sky scraper and having done this it is easy to calculate the height of the sky scraper applying proportional arithmetic.

If, however, you want to be highly academic, you could tie a short string to the barometer and make it swing like a pendulum, first on the ground and them on the roof of the sky scraper. The height corresponds to the deviation of the gravitational restoration energy T=2Pi2 (l/g).

Or, if the sky scraper has got an external emergency staircase, the easiest way would be to climb it, to tally the lengths of the barometer on your way up and to add their number after reaching the top.

However, if you just wish to hear a boring and orthodox solution, you could of course use the barometer to measure the atmospheric pressure at the top of the sky scraper and on the ground and convert the difference relating to mill bars in order to calculate the height of the building.

But, as we are constantly invited to practice the independence of our minds and to apply scientific methods it would doubtlessly be much more convenient to knock at the caretaker’s door and tell him: If you would like to have a nice, brand new barometer, you can have this one provided you tell me the height of the sky scraper.”

The candidate was the Dane Niels Bohr who was awarded the first Nobel Prize in Physics.

Illuminating regards,

ad

 

Slow CruiseSlow Cruise

Es ist ja nicht so, dass der Phantasie Grenzen gesetzt wären. Höher, schneller, weiter erfasst somit fast selbstverständlich auch Schiffsbauer und Reiseveranstalter.

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Die TS Hanseatic der Deutschen Atlantic Line konnte damals – was bedeutet so um 1975 – ganze 600 Passgiere an Bord nehmen. Es hatte genau 3 Decks und war 194 m lang. Das große Kino war der Knüller.
Heute kommen Kreuzfahrtschiffe locker auf 8 Decks und 345 m Länge und haben eben mal 3000, ich möchte es wiederholen: 3000 Passagiere an Bord.

Allerdings kein Trend ohne Gegentrend. Deshalb gibt es nun „Slow Cruise“.
Die Reederei Costa hat neben ihren Schiffs-Giganten ein paar kleineren Schiffen (sprich 1700 Passagiere) ein neues Konzept verpasst.
Diese Schiffe (Länge ca. 210 m) bieten auf 12(!) Decks bisher nie Dagewesenes: die Liegezeiten in den Häfen liegt bei bis zu 28 Std. (Standard 8 – 10), keine bis wenig Animation, keine Durchsagen (außer bei Gefahr in Verzug) und ein entspanntes Restaurantkonzept ohne feste Essenszeiten, was bedeutet: no Stau! Und die Mahlzeiten sind durchweg regional ausgerichtet – entwickelt in Zusammenarbeit mit der Slow Food Bewegung und der Universität von Pollenza.

Die Nische: authentisch, nachhaltig, gemütlich und individuell – und bloß keine Eile.
Angefahren werden kleine Häfen, in die die ganz großen Pötte nicht reinpassen.
Immerhin schippern derzeit rund 410 Kreuzfahrtschiffe über die Weltmeere. 2015 bis 2018 werden 20 Neubauten dazukommen. Vielleicht mit 20 Stockwerken und 5000 Passieren an Bord. So lang, dass zwei Häfen zur gleichen Zeit angelaufen werden können. Oder so. Zynismus beiseite.

Es gibt auf jeden Fall Alternativen zum Gigantismus auf den Weltmeeren. Und Slow Cruise ist ein schöner Anfang. Natürlich haben z. B. auch die Hurtigreisen ihr Potenzial entdeckt und bieten Schiffe mit max. 1000 Passagieren, 100 lang und max. 4 Decks. Aber es finden sich eben auch Schiffe mit 350 Passagieren und absolut keiner wie auch immer gearteter Animation – nichts als Ruhe und Natur und lecker Essen.

Ich mag Kreuzfahrten, ich mag das Meer – und ich mag Slow Life. Ich freue mich über jede Ausrichtung hin zu Entschleunigung und zu mehr Muße. Und wenn das auch auf einem Pott mit 1700 Passagieren möglich sein sollte – dann ist das eine schöne Idee. Möglicherweise werde ich das mal ausprobieren. Mit der Hurtigrute werde ich beginnen. Mit der ganz kleinen, versteht sich.

Reiselustige Grüße
adYou cannot say that there are limits to imagination. So, higher – faster – further hits, as a matter of fact, also shipbuilders and tour operators.

Back then –this means around 1975 – the TS Hanseatic of the German Atlantic Line could take aboard a whole 600 passengers. It had precisely 3 decks and a length of 194 m. The huge cinema was the big hit. Nowadays, cruise liners easily have 8 decks and a length of 345 m and have 3000 (I would like to repeat it: 3000) passengers on board.

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But there is no trend without a countertrend. This is why there is ‘Slow Cruise’ now.

The shipping company Costa has given a new concept to some of their smaller vessels (that is, with room for 1700 passengers), apart from their gigantic liners.

These ships (having a length of about 210 m) offer something totally new on 12 (!) decks: the time spent in harbours is up to 28 hours (standard time: 8-10), no or little animation, no announcements (except for imminent danger) and a relaxed restaurant concept with no fixed times for meals which means: no jams! And the meals are, without exception, based on regional food, a concept developed in cooperation with the Slow Food movement and the University of Pollenza.

The niche: authentic, sustainable, comfortable, and individual – and no hurry, please.

They call at small ports where the big tubs do not fit in.

After all, there are currently about 410 cruise liners sailing the oceans. 20 new ones will be added between 2015 and 2018, possibly with 20 storeys and 5000 passengers on board. That long that they can call at two harbours at the same time or so. But let’s leave cynicism aside.

On all accounts, there are alternatives to gigantism on the oceans. And Slow Cruise is a nice start. Also Hurtigruten, to give an example, has discovered its potential and offers ships with a maximum of 1000 passengers, a length of 100 m and 4 decks. However, you can even find ships with 350 passengers and absolutely no animation whatsoever. Nothing but quietness and nature and delicious food.

I love cruises, I love the sea – and I love slow life. I am happy about any orientation towards slowing down and increasing leisure. And if this should be possible even on a tub with 1700 passengers, then this is a beautiful idea. I might try it out. I’ll start with Hurtigruten. With the very small boat, of course.

Fond of travelling, yours,

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Hmmm…..lecker SandwichHmmm…..Tasty Sandwich

Wer das Sandwich erfunden hat, das weiß niemand. Doch wem die leckere Schöpfung seinen Namen zu verdanken hat, dass weiß – nun zumindest in England jeder.
Es war John Montagu, der vierte Earl of Sandwich (1718 – 1792).

Er soll den Spieltisch höchst ungern verlassen haben und ließ deshalb seinen Diener, während seine Hochwohlgeborenheit beim „Cribbage“ (Kartenspiel) saß,  Brot und Fleisch in handlicher Form reichen.

Was die Füllung der heutiger Sandwichs betrifft, so ist der Brite phantasievoll und nimmt selten bis nie nur eine Scheibe Käse oder Schinken. Es wird viel und gern – und ja,  manchmal auch ein wenig abenteuerlich – kombiniert. Auf jeden Fall ist das echte Sandwich nicht zu groß, damit man es, wie dereinst der Earl, bequem und elegant mit einer Hand essen kann, ohne sich das Hemd oder Rokoko-Samtfrack zu bekrümeln. (Ja, Mister McDonald, jaha!)

Teatime

Es gab halt Zeiten, da galten Manieren noch was. Was hier so gestrig klingt, findet allerdings seinen Gegenpol in den reichlich vorhandenen Benimm-Dich-Kursen für (angehende) Führungskräfte und ganz allgemein Interessierte.

In dem kleinen Werk „How to be a Lady“ heißt es u. a:
A Lady never eats her lunch while she is behind the wheel of a car.

Seit ich das gelesen habe, fällt mir auf, wie oft ich am Steuer esse. Allerdings arbeite ich daran – nicht wegen der Ladyschaft (ok, die würde ich mitnehmen), sondern wegen der Tatsache, dass ich hier versuche, zwei Dinge auf einmal zu tun. No Slow Life!

Das schnelle Essen zwischendurch ist weder gesund, sinnlich noch genussvoll. Manchmal mag es unumgänglich sein – ich kenne das -, doch letztlich stimmt mein Timing einfach nicht. Das ist alles.  Und ganz ehrlich – ich habe Lust darauf, eine Lady am Steuer zu sein!

Teekanne, Replik Henry van de Velde (1920), weiß-gold, 95,50 EuroMein Sandwich angel ich mir dann lieber von der Porzellan-Etagere beim Afternoon-Tea. Vorzugsweise im Columbia-Hotel in Travemünde. So eine schöne Aussicht, so eine köstliche Nachmittagsbeschäftigung und so.wenig.Krümel!

Grüße einer angehenden Ladyschaft
adNobody knows who invented the sandwich. But who gave his/her name to this delicious creation? Well, this is something that everybody knows –in England, at least. It was John Montagu, the fourth Earl of Sandwich (1718 – 1792).

He was said to have left the card table only most unwillingly, having his servants serving bread and meat in a convenient size and shape while the Right Honourable Earl was playing Cribbage.

Teatime

As for the fillings of nowadays sandwiches, Brits are imaginative and seldom or never are they satisfied with just a slice of cheese or ham. They love to combine a lot – and also a little adventurously, at times. In any case, the real sandwich is not too big, so you can eat it comfortably and elegantly with one hand, just like the Earl did without messing up his shirt or velvet rococo-style tailcoat with crumbs. (Yes, Mister McDonald, indeed!)

Well, there were times, when manners counted. What sounds so outdated here, however, has its counterpart in the numerous ‘manners and behaviour’ classes for (future) managers and the interested public.

The booklet ‘How to be a Lady’ says, among others:
A Lady never eats her lunch while she is behind the wheel of a car.

Ever since I have read this I realize how often I eat while driving. But I’m working on it – not because of the ladyship (alright, I’d accept that in passing), but because of the fact that I try, in this case, to do two things at a time. No slow life!

The quick meal in between is neither healthy nor sensuous or a delight. It may be necessary, I know, but in the final analysis I find that my timing is simply wrong. That’s it. And, honestly, I really feel like being a Lady behind the wheel of a car!Teekanne, Replik Henry van de Velde (1920), weiß-gold, 95,50 Euro www.slowlife-collection.com

I much prefer to help myself to a sandwich from the afternoon tea china cake stand. Preferably at the Columbia Hotel in Travemünde. What a lovely view, what a delicious afternoon pursuit and so.little.crumbs!

Best wishes from a future Lady,

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