Jetzt geht es wieder los…

Bücherstube, Collage auf Leinwand, 2008, 60 x 60

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich mich doch etwas (-: verschätzt habe, was den Werdegang eines Buches anbelangt, so geht es nächste Woche tatsächlich zum Drucker!

Spannende Zeiten….

Das Buch heißt:

Die Beherrschung des Unaufgeregten

und handelt – wie bereits angekündigt – von der Bewahrung bzw. Entwicklung von Souveränität.
Ich persönlich halte Souveränität inzwischen für eine Kernkompetenz, entsprechend nah liegt das Thema mir am Herzen.

Am 15. Juni 2015 wird das Buch offiziell vorgestellt, dann gibt es mehr Infos.
Bis dahin gönn‘ ich mir noch ein paar Tage Urlaub – dann bin ich fit für’s Marketing, was ja auch dazu gehört.

Und ab 15. Juni geht es dann wieder wie gehabt so aller drei Tage mit einem neuen Blog-Beitrag weiter. Ich freue mich schon auf viele spannende Themen – wie gewohnt – rund um das Thema Slow Life!

Erfreute Grüße
ad

Slow Gardening

Ob mit alten Apfelsorten oder nicht: „Slow Gardening“ hat inzwischen seinen Platz unter den deutschen Gärtnern gefunden. Slow Life kennt eben viele Gesichter, doch das Ziel bleibt: die Hektik des modernen Lebens zu durchbrechen und sich erneut mit der Umwelt, der Natur zu verbinden. Slow Gardening mit seinem eigenen gemächlichen Zeitplan ist so ungefähr das Gegenteil von perfekten Rasenkanten und unkrautfreien Beeten und sauber geschrubbte Terrassen sind ihm fremd.

Kurt Fleckenstein – Politik und Landschaft

Die Mannheimer staunten: Zum 400. Stadtjubiläum 2007 standen überall in der City würfelförmige Container mit Wiesenstücken. Die blühten den ganzen Sommer lang und dürften so manchen Passanten ins Grübeln gebracht haben: Wie konnten wir es nur hinkriegen, Wiesenblumen so radikal aus dem Alltag zu entfernen, dass sie plötzlich auftreten wie aus einer anderen Welt? Die Aktion „Wiese²“ von Kurt Fleckenstein wollte sich gewiss nicht darauf beschränken.

Bildergebnis für Kurt Fleckenstein karlsruhe

                                          Große, raumgreifende Gesten vollzog der am 5. Dezember 1949 in Heddesheim geborene Aktions- und Installationskünstler immer wieder. Seine Naturnähe, die zu vielen Land-Art-Projekten führte, manifestierte sich bereits im Hauptberuf als Landschafts- und Raumplaner. Außerdem war Fleckenstein in den 80ern Mitgründer der Grünen auf regionaler Ebene. Dass er auch einen Doktor in Politikwissenschaft machte, deutet die Weite seiner Aktionsfelder an.

                                          Versierter Raumplaner

 Heute lebt und arbeitet Fleckenstein in Mannheim und im polnischen Breslau. Als Raumplaner hat er wissenschaftliche Standardwerke verfasst, als Künstler denkt und handelt er ebenso regional wie global. Ein Beispiel: die Verwendung des riesigen Fragments einer Autobahnleitplanke für die Installation „Letzte Ausfahrt Kunstverein Neckar-Odenwald“ (den gibt es in Mosbach seit 1977). Ein anderes Beispiel die Aktion „Abgefertigt“ am Brandenburger Tor, mit der Fleckenstein kritisch auf den Umgang mit Asylbewerbern aufmerksam machte. Performances und Aktionen auf der einen – Großskulpturen im öffentlichen Raum auf der anderen Seite: „Stadttore“ in Heddesheim und Breslau, ein stählernes „Denkmal“ in Ilvesheim, sogar eine große Spiegelwand am Strand nahe Agadir in Marokko und Ausstellungen fast in der ganzen Welt … Einschränkungen und Grenzen scheint es für ihn nicht zu geben. hey

                        © Mannheimer Morgen,                           Freitag, 05.12.2014     

 

Kreative und noch viel mehr Grüße
ad

 

             

Wie man ein Patient wird

P1010906

Das Diagnostische und Statistische Manual Psychischer Störungen (DSM)Klassifikationssystem

Psychatrieprofessor Allen Frances, Leiter der jetzigen Überarbeitung, sagt:

„Die Pharmafirmen in den USA haben die Psychatrie gekapert. Sie geben doppelt so viel für Marketing wie für Forschung aus.
Es gibt die verrückte Idee, das jemand, der nach dem Tod eines geliebten Menschen zwei Wochen lang depressiv ist, die Diagnose Major Depressive Disosder (schwere depressive Störung) erhält. Empörung also darüber, dass Trauer, die länger als zwei Wochen dauert, als mentale Störung angesehen wird, die der Behandlung bedürfe.“(Psychologie heute 04/2013)

Noch Fragen?

Achtsame Grüße
ad