Vollbracht!

Zu meinem Buch:
Die Beherrschung des Unaufgeregten
Neue ISBN – 978-3-9817399-2-3   Preis: 21,90 Euro (unverändert)

Die zweite Auflage – vertiefend überarbeitet und um vier Kapitel erweitert – ist nun fertig.

Als Ebook ist es bereits bei Amazon erhältlich.
Das gedruckte Buch steht ab 01.09. zum Verkauf bereit: im Buchhandel, bei Amazon oder direkt über die Website.

Außerdem ist die Kunst-Website aktualisiert worden.
Wer Lust hat, reinzuschauen, hier folgt der Link:

https://kunst.angela-detmers.de/

Nun freue ich mich, den Blog und weitere Projekte wieder „bespielen“ zu können.

Gutgelaunte Grüße
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Slow Process

So sieht es aus, wenn Bücher überarbeitet
bzw. um drei Kapitel ergänzt werden… (-:

Leicht chaotische Grüße
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Slow writing

Liebe Leserinnen und Leser,

…zur Zeit hakt der Blog leider ein wenig.

Der Grund: Die erste Auflage meines Buches „Die Beherrschung des Unaufgeregten“ ist vergriffen!

Nun bin ich dabei, die zweite Auflage zu starten – und überarbeite deshalb mein Buch.
Es wird viele Ergänzungen und Vertiefungen geben und zwei zusätzliche Kapitel. Ich habe mich entschieden sowohl das Thema Erziehung als auch das Thema Glück aufzunehmen. Das Lektorat wartet auf mein Manuskript, der Drucker auf den Graphiker – wie das so ist (-:

Das alles kostet also Zeit – und deshalb bitte ich um ein wenig Geduld, dann wird der regelmäßige Faden wieder aufgenommen.

Bis dahin wünsche ich uns allen weiterhin bestes Wetter – der Norden macht’s vor (-:

Himmelblaue Grüße
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Ein bisschen Tschaka kann nicht schaden

Eine 80-Jährige mischt die Restaurant-Szene auf – und ist jetzt auch noch Youtuberin. So etwas macht mir Mut.

Nicht, dass die Dame arbeiten muss, die Rente ist soweit ok. Aber das wäre doch viel zu langweilig. Deshalb betreibt sie nicht nur das „Restaurant im Wohnzimmer“, sondern seit neuestem auch noch einen Youtube-Kanal – weil sie Lust auf ein neues Projekt hatte.

Seit Jahr und Tag hatte sie für Kinder und Pflegekinder mit Leidenschaft gekocht. Von Beruf ist sie übrigens Journalistin. Aber dann hatte sie mehr Lust an der Kochkunst und gründete zunächst eine Catering-Firma. Nach 16 Jahren schloss der Haupt-Auftraggeber seine Pforten, und so suchte die Hamburgerin nach neuen Ufern.

Mit 77 Jahren.

Und so gründete sie ihr „Restaurant im Wohnzimmer“. Fast jeden Freitag kann man bei Frau Fuchs Zuhause speisen. Die Plätze sind begehrt, mittlerweile muss man fast sechs Monate auf ein freies Plätzchen an ihrem reichlich gedeckten Tisch warten. 60 Euro kostet das Fünf-Gänge-Menü inklusive Getränke in ihrem Wohnzimmer. Damit deckt sie die Ausgaben für den Einkauf, den Rest spendet sie an die Kinderkrebsstiftung Waldpiraten-Camp. Profit machen, das will sie nicht: „Ich mache Leute glücklich mit meinem Essen, ich mache das Waldpiraten-Camp glücklich und ich mache mich selber glücklich, weil ich wieder heißgeliebte Gäste habe. Ich bewirte einfach gerne“, sagte sie in einem Gespräch mit dem stern.

Doch damit nicht genug. Als die Gäste immer häufiger nach ihren Rezepten fragten, hat sie sich gedacht, da mache ich doch mal „Filmchen“, die zeigen, wie ich meine Gerichte in die Tat umsetze. Auf diese Weise wurde sie „Youtuberin“. Und natürlich gibt es auch einen Blog. Und falls auch Sie einmal Gast bei ihr sein wollen, hier ist die Kontaktadresse: studiocatering@gmx.de

Gesundheit ist DIE Voraussetzung für ein aktives und spannendes Leben. Den eigenen Brunnen – womit auch immer – regelmäßig zu füllen, ist und bleibt unsere zentrale Aufgabe. Es muss nicht die Öffentlichkeit sein, es muss nichts mit Geld verdienen zu tun haben – es braucht einfach etwas, was uns glücklich macht.

Deshalb: Gut mit sich und den eigenen Wünschen im Kontakt bleiben. Und wenn es das Nichtstun ist, dass zur Ruhe kommen und gar.nichts.tun – tun Sie es mit Hingabe. Und lächelndem Herzen.

Grüße aus der seelischen Hängematte
ad

Von Aufstieg und Abstieg

Nein, es geht nicht um Fußball.

Es geht um uns. Um Menschen. (Wahrscheinlich kontert jetzt ein Fußballfan völlig zu recht, dass es beim Fußball ja sehr wohl und irgendwie auch um Menschen ginge.)

Hier soll es jedoch um Karriereleitern gehen. Und darum, dass es immer mehr Führungskräfte gibt, die Lust haben, eine Stufe auf der Karriereleiter wieder hinunterzusteigen, um die eigene Lebensqualität auf diesem Wege zu erhöhen.

Es gibt Ingenieure, die bedauern, nur noch in (zermürbenden und oft genug ineffektiven) Meetings zu sitzen und sich nichts sehnlicher wünschen, als wieder selbst an den Motoren schrauben zu können.
Und genug Führungskräfte, die – statt zu delegieren – viel lieber selbst wieder Hand anlegen würden und die Arbeit dabei möglichst gut machen wollen. Auch im Vertrieb finden sich Führungskräfte, die nach dem Verlust zum munteren Kundenkontakt sagen, sie hätten jetzt nur noch halb so viel Spaß.

Die finanziellen Einbußen würden sie allesamt in Kauf nehmen, allein: wie kommuniziere ich das – ohne einem Versager-Image ausgesetzt zu sein?
Die meisten von uns kommen gar nicht auf die Idee, dass ein – freiwilliger – Rückschritt auf besagter Leiter durchaus auch als Zeichen von Flexibilität, von Willensstärke und Reife zeugen kann – und ich für mich persönlich sehe das so.

Führungskräfte, die also erwägen, Ihren Vorgesetzten entsprechend zu informieren, sollten deshalb auf folgende Argumente bauen: Eine Fachkraft, die einmal Führungskraft war, versteht weiterhin Zusammenhänge, sieht übergeordnete Ziele und kann bei den Kolleginnen und Kollegen ganz anders um Verständnis für die Herausforderungen der Führungsetage werben.

Ein würdevolles Zurücktreten – mit dem Gewinn von wiedererlangter Freude an der (Fach-)Arbeit samt der genannten Vorteile für das Unternehmen sollte in unserem allzeit beweglichen Marktgeschehen möglich sein. Ja, nicht nur möglich, sondern als vollkommen normale Berufsentscheidung gelten.

Schließlich sollen wir doch eine lernende Gesellschaft sein. Na, dann – ab geht’s!

Kletternde Grüße
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Slow and Art and Sunday

Nun ist das Wochenende des Lübecker Kunst-Camps 2018 schon fast wieder vorbei.
Schade, denn es gab neben der Ausstellung auch eine Menge spannender Veranstaltungen drum herum. So bin auch ich als ausstellende Künstlerin in den Genuss von vielerlei wichtigen Impulsen gekommen – gewissermaßen eine „reiche Beute“.
Ich werde noch ausführlich darüber berichten.
Zum Beispiel von „Humor als Startrampe“…(-:

Dies sind übrigens die Arbeiten, mit denen ich dabei bin:

Nordic History, 90 x 90, Acryl/Leinwand, a Und Jetzt?, 90 x 90, Acryl/Leinwand

Meine Kunst-Homepage ist in der Überarbeitung, ich hoffe, dass ich kommende Woche mehr dazu sagen kann.

Jetzt erst noch einmal vielen Dank an alle Besucher und Besucherinnen – schön, dass Sie da waren. Und wer es noch nicht geschafft hat: Die Ausstellung geht bis kommenden Sonntag weiter und ist jeweils von 14.00 – 18.00 Uhr geöffnet.

Ich wünsche allen noch einen schönen, sonnigen Sonntag!

Genussvolle Grüße
ad

Viva Tulipa

Hegen Sie auch eine solche Leidenschaft für Tulpen wie ich?
Bezaubert Sie ihre Vielfalt? Ihr Artenreichtum?

Die Tulpe hat – wie so vieles Schöne – ihre Heimat in Mittel- und Zentralasien. Sie gehört zu den Liliengewächsen und ihr Name Tulpe soll auf das türkisch/persische Wort Turban zurückgehen. Das finde ich entzückend – und einleuchtend, wenn man sich die verwickelte Blütenblatt-Anordnung vieler Sorten näher anschaut.

 

Verschenkte man die in Persien die damals wild wachsende Tulpe, so galt das als eine Art Liebeserklärung. Im Mittleren Orient wurden die Tulpe über Jahrhunderte hinweg kultiviert, wobei aus wahrscheinlich mehreren Wildarten die Garten-Tulpe (Tulipa gesneriana) entstand. In altpersischer Literatur gibt es seit dem 9. Jahrhundert entsprechende Schriftzeugnisse.

Von den Persern übernahmen dann die Türken die Tulpen-Kultivierung. Dort war sie alsbald so heiß begehrt, dass sie auf Keramik und sogar auf vielen Kleidern als Stickerei zu sehen war. Bis heute gilt sie in der Türkei als Nationalblume sowie als Sinnbild für Leben und Fruchtbarkeit.

Aus der Türkei kam die Garten-Tulpe um die Mitte des 16. Jahrhunderts nach Mittel- und Westeuropa. Erste ausführlichere Arbeiten über die Tulpen stammen von Carolus Clusius, durch dessen rege Tauschtätigkeit die Tulpen schließlich in weite Teile Europas gelangte. In Italien ist tulipa für 1549 belegt.

 

Seit spätestens dem 16. Jahrhundert dienen sie als Gartenpflanze.1725 erschien dann ein erster illustrierter Tulpenkatalog. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde Holland zu einem Zentrum der Zwiebelpflanzen-, besonders der Tulpen-Zucht.

Die Tulpen wurden in gehobenen Kreisen Westeuropas zu einem wahren Spekulationsobjekt, es entstand die sogenannte Tulpenmanie, bis sich 1637 nach einem Börsenkrach der Handelswert von Tulpen wieder normalisierte. In den Jahrzehnten nach der Tulpenmanie entwickelte sich die Tulpe schließlich von einer Blume des Adels und des Geldbürgertums zu einer weit verbreiteten Zierpflanze, die unser aller Gartenherz jedes Jahr so farbenprächtigst höherschlagen lässt.

Rauschfarbene Grüße
ad

Home Run-Ausstellung im Rahmen der 875-Jahrfeier von Lübeck

Hier eine Information in eigener Sache:

Zwei meiner Arbeiten wurden ausgewählt, um im Rahmen der Home Run-Ausstellung vom 04. – 13. Mai 2018 anlässlich der 875-Jahrfeier von Lübeck gezeigt zu werden.

Die Frage war: Wie setzen sich  Lübecker Künstlerinnen und Künstler mit ihrer Stadt, der Tradition, der Region, dem Heimatbegriff  oder dem heutigen urbanen Lebensgefühl auseinander?

Gemeinsam mit anderen Werken wird die Eröffnung am Fr, 04. Mai, um 19 Uhr zu erleben sein. Drumherum gibt es eine Menge spannender Veranstaltungen, siehe auch  Flyer-Kunstcamp-Wickel-v2b.indd

Wer Zeit und Lust hat, der komme – gern mit Gästen – vorbei.
Die Künstler-Kolleginnen und -Kollegen und ich freuen uns auf Sie.

Mit lübschen Grüßen
ad

Slow Purism

Purismus wird abgeleitet vom lateinischen Adjektiv pur, was rein, unverfälscht, ehrlich bedeutet. Das berühmteste Zitat im Zusammenhang mit dem Purismus stammt von dem Architekten Mies van der Rohe, nämlich „weniger ist mehr“.

Wir alle können puristisch leben, puristisch essen, uns puristisch einrichten, ja puristisch denken. Zumindest den Versuch starten.
Beim Purismus geht es vorrangig um das Weglassen allen Überflüssigen. Er erfordert Klarheit, Genauigkeit, Regelmäßigkeit und vor allem das Unverfälschte. Es geht um Essenz.


Beim Weglassen konzentriert sich die Wahrnehmung, das Hier und Jetzt steht im Vordergrund. Der englische Künstler Adam Baker-Mill sagt dazu: „Es gehört Disziplin dazu und zwingt einen, bewusst zu leben. Bewusster leben, das bedeutet: Wichtiges von unwichtigem zu trennen, zurückkehren zum Ursprung der Dinge, zu sich selbst.“

Purismus bedeutet nicht Entbehrung. Oder Entsagung allen Materiellem. In der Welt der Mode und des Luxus haben Marken wie Calvin Klein und Jil Sander mit minimalen Schnitten viel Erfolg geerntet. Einfachheit kann demnach zum Statussymbol werden und Purismus zum Erfolgsrezept.

Ein deutscher Vertreter des Purismus ist der Künstler Gerhard Merz, geb. 1947. Viele seiner Arbeiten testen sich an der Grenze zur radikalen Abstraktion aus. Seine Heroen der Moderne sind Mondrian, Newman, Ad Reinhardt und Mies van der Rohe.

In Hayn bei Erfurt hat er ein Bildungszentrum für eine große Krankenkasse entworfen und gestaltet. Ich habe das große Glück, in diesen Räumen oft meine Seminare und Workshops durchführen zu dürfen. Es ist ein Genuss.

Das Raumgefühl ist wundervoll: hell, klar, reduziert und doch warm. Heller Holzboden, viel klares Weiß, Licht, Licht, Licht, große Farbflächen, Atrium, Text im Eingangsbereich als Gestaltungselement.

 

Eingebettet in ein Landschaftskonzept, dass ebenso viel Klarheit und Ruhepole wie Wärme und Erholung bietet. Zum Lernen, zum Reflektieren, zum Gedanken nachhängen und zum Genießen geradezu perfekt.

Weniger kann ein Mehr an Qualität bedeuten. Ich bin ein Fan davon.

Genussvolle Grüße
ad

Glücklich bis zum Feierabend

Glückswissenschaftler fragen sich schon eine ganze Weile, wo denn – so denn vorhanden – Glücksgefühle der arbeitenden Bevölkerung auf dem langen Weg in die abendliche Freizeit bleiben. Mit anderen Worten: wohin verschwindet unsere gute Laune? Denn falls wir nicht glücklich und zufrieden sind, so beeinflusst das die Produktivität, die Gesundheit, das Sozialleben. Und Zufriedenheit ist kein netter Boden im Job – Zufriedenheit ist ein Wirtschaftsfaktor.

Feierabend, Acryl auf Leinwand, 100 x 120, ad

Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass unser Fortkommen im Job zu 75 % geprägt ist von Optimismus, Stressresistenz, Unterstützung von Freunden und Familie. Wobei nicht Erfolg glücklich machen soll, sondern Glück mache erfolgreich.

Der alles entscheidende Blick bleibt jedoch der eigene. Der englische Schriftsteller Lawrence Durell sagte – nicht als einziger -, dass Glück oft nur auf dem Entschluss beruhe, glücklich zu sein. Insofern: Nicht die Realität formt uns, sondern die Linse, durch die wir die Realität sehen.

Die Linse ist durch uns beeinflussbar, soviel steht fest. Der Psychologe Shawn Achor hat an der renommierten Hochschule Harvard Studenten beobachtet: Nach zwei Wochen Glücksgefühlen der Studenten, dass sie nun tatsächlich in Harvard studieren durften – zählte nur noch die Arbeit, der Wettbewerb, der Stress, die Beschwerden. Das endlich Erreichte – das Studium in Harvard – fiel also Ruckzuck dem Vergessen anheim.

Der Mensch neigt also dazu, schnell zu vergessen, dass das, was er nun hat, ja ganz lange die Sehnsuchtsformel war: wenn ich xy hätte, oh, was wäre ich dann glücklich.

Nun hat man es – und ab in neue Sehnsüchte. Also wieder eine Zeit der „Entbehrungen“ (nämlich der Zeit der Nicht-befriedigung von Wünschen) und dem, was da ist, wird stante pede der Wert entzogen. Es wird zu „normal“ und wird damit sofort mit einem Verlust an Wert „bestraft“. Normal ist wertlos. Sehnsucht ist alles.

Was wir haben, zählt nicht. Nur was wir nicht haben, verdient Energie und Emotionen. Glücksgefühle als Hoffnungsmodell? Wenn, dann?

Deshalb: Schreiben Sie jeden Abend drei Dinge auf, die wirklich gut waren. Worauf waren Sie stolz? Worüber haben Sie gelacht? Was war gelungen? Wertvoll?

Machen wir uns am Abend bewusst, was der Tag zu bieten hatte, dann bleit es uns besser Gedächtnis. Was wir nicht wiederholen, hält unser Gehirn nämlich für irrelevant – und hat es schnell vergessen. So können wir aber nichts Positives längerfristig in unserem Hirn verankern. Deshalb: abendliches Aufschreiben.

Ich möchte auch daran erinnern, dass wir zudem immer noch von „Feier“abend sprechen – also lassen Sie uns etwas draus machen.

Unternehmungslustige Grüße
ad