Von Freizeitbeschäftigungen…

Was machen wir in unserer Freizeit am liebsten? Also wenn wir nicht arbeiten. Erwerbsmäßig arbeiten. Erwerbsmäig arbeiten heißt in der Regel „was man so muss“.

Was tun wir also, wenn wir Freizeit haben?
Ja, Sie liegen richtig – es ist fernsehen. Sagt jedenfalls das Umfrageergebnis der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen.

73 %! Der höchste Wert. Das tun wir also am liebsten. Übrigens gefolgt von Radiohören und Telefonieren.

Wieviel Zeit verbringen wir mit o. g. Arbeit? Und wieviel Zeit ist „frei“? Schlafen müssen wir ja auch. Und diese schmale Spanne von uns zur Verfügung stehender Zeit verbringen wir – mit fernsehen? Am liebsten??

Was soll ich sagen. Wenigstens trinken 52 % in ihrer Freizeit am liebsten Kaffee und essen Kuchen. Aber ich weiß ja nicht… Als liebste Freizeitbeschäftigung?

Faulenzen kommt auf 44 %. Das lässt ja per se schon mal hoffen.

Die Dominanz der Medien setze sich fort, sagt dazu der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Ulrich Reinhardt. Und was mache ich? Ich sitze am PC….. Höchste Zeit für den Offline-Modus. Um das zu tun, was ich am liebsten mache…..

Vorfreudige Grüße
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Slow ist nicht immer das Thema…

In diesen Tagen ist es gar nicht so einfach, konzentriert über das allegemein gesteigerte Lebenstempo zu sprechen – während Hunderttausende auf der Flucht sind.

Das sind elementare Fragen – Flucht  – Unterbringung – Versorgung – und vieles mehr. Eins von den „vieles mehr“ ist der Umgang. Mit der Situation an sich, den Flüchtlingen selbst, den Menschen, die helfen wollen, und den Menschen, die am liebsten ein großes Schloß an der Grenze Deutschlands anbringen würden.

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Ängste per se kann ich verstehen – die Art der Kompensation von Ängsten kann ich ebenfalls intellektuell nachvollziehen (woher sie kommen/wie sie entstehen etc.).

Der einfachste Umgang mit Ängsten ist der reflexartige. Nicht groß denken – sondern zack. Es gibt das reflexhafte Helfen ebenso wie das reflexhafte Pöbeln. Das reflexartige Helfen braucht kein Publikum. Das reflexhafte Pöbeln schon.

Nun gibt es Optionen zum Umgang mit Ängsten, die nicht aus Ausgrenzung und sprachlicher und tätlicher Gewalt bestehen, begleitet von Pöbeleien aller Art. Das ist kein Geheimwissen. Wer es wissen will, wird es erfahren.

Und JEDER Mensch hat eine Wahl. Hier geht es nicht um Fluchtgründe. HIer geht es um uns und unseren Umgang mit Flüchtlingen.

Besonnenheit zum Beispiel wäre eine ebenso ernst zu nehmende wie auch wichtige Kompetenz – für das eigene Nachdenken, für den zwischenmenschlichen Umgang. Besonders heute. Und im Hier und Jetzt. Besonnenheit bedeutet allerdings: langsam, langsam…

Womit wir wieder bei SLOW sind… Vielleicht doch eine Antwort auf mehr als die eigene Lebensqualität?

Verlangsamte Grüße
ad

Da liegt es…

In einer Zeit, in der – nicht nur – unsere Diskussionskultur formal und inhaltlich vieles zu wünschen übrig lässt, liegen im der Verbesserung der eigenen Souveränität eine Menge Chancen. Das Buch leistet einen Betrag zu mehr Gelassenheit, mehr gedanklicher Reife und unterstützt damit nicht zuletzt den Ausbau von souveränen Haltungen.
Inzwischen ist es auch im Buchhandel und bei Amazon und natürlich bei
www.slowlife-collection.com
erhältlich.

ISBN 9-783981-739916
Rückmeldungen? Immer gern (-:

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Und, ach ja, hier liegt es…..(-:

Wochenend-Grüße
ad

Sommerfrische

Zupf Dir ein Wölkchen
aus dem Wolkenweiß,
das durch den sonnigen
Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut,
der dich begleitet,
mit einem grünen Reis.

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Verstecke dich faul
in der Fülle der Gräser
weil’s wohltut,
weil’s frommt.
Und du bist ein
Mundharmonikabläser
und hast eine bei dir,
dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine
Melodie lenken
von dem freigegebenen
Wolkengezupf.
Vergiss dich.
Es soll dein Denken
nicht weiter reichen als
ein Grashüpferhupf.

Joachim Ringelnatz(1883 – 1934)

Versteckte Grüße
ad

Das Meer, das Meer…

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und die wundervolle Zeit der Dämmerung und der Sonnenuntergänge.

Dieser hier war am pazifischen Ozean. In Niendorf am Hafen an unserer guten, alten Ostsee lassen sich jedoch ebenfalls herrlichste Abende verbringen, so viel steht fest.

Ich liebe das Meer. Es entschleunigt mich völlig. Ich sitze und genieße und sitze und schaue und sitze und bin glücklich. Und manchmal gibt’s noch Picknick.

Beglückte Grüße
ad

Heute in eigener Sache…

Liebe Leserinnen und Leser,

SLOW LIFE – NOW (www.slowlife-now.com)
– diesen Blog gibt es nun inzwischen seit 2 Jahren. Ich bin weiterhin mit voller Überzeugung und Spaß dabei, die Themen Slow Life sowie (mentale) Selbstfürsorge mit Impulsen und Herzblut  munter, informativ und qualitativ hoch zu halten.

…zum Beispiel in Richtung Innere Stabilität und Konfliktvermeidung durch mehr eigene Souveränität…aber auch Slow Food und weitere Themen, die die Slow Life Idee berühren.

Meine nun fast 30jährige Erfahrung aus dem (beruflichen) Austausch mit Menschen aus den verschiedensten Bereichen und in den unterschiedlichsten Gesprächssituationen  (Seminaren, Küchentisch-Sitzungen, Coachings, Eltern-Kind-Gesprächen – 2 Töchter -, Vortragsreihen, Schlichtungsaufgaben etc. ) helfen mir dabei. Sommer, Acryl auf Leinwand, 160 x 100
Sommer, Mischtechnik auf Leinwand, 100 x 160

Es gibt, wie Sie wissen, Infos, Berichte, manchmal Gedichte und andere wissenswerte Artikel. Würden Sie mir die Freude machen, und Ihre Freunde und vielleicht Kollegen auf diesen Blog aufmerksam zu machen? So alle 3 Tage gibt es einen neuen Artikel, und ich würde mich sehr über eine weitere Verbreitung freuen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Hoffnungsfrohe Grüße
ad

Redet miteinander

Zur Urlaubszeit kommen wieder viele interessante Artikel zum Vorschein. Ich meine Artikel über Streitereien, Schwierigkeiten und Zoff im Urlaub: zwischen Partnern, zwischen Eltern und Kindern, oder auch Großeltern, Kindern und Enkelkindern. Das Dilemma ist stets ein und dasselbe: Es werden vorher keine Erwartungen abgeglichen.

Wie selbstverständlich meint man, dass „entspannt“ für jeden ein und dasselbe bedeutet. Oder „erholsam“ oder „abwechslungsreich“ ecetera.
Vor Ort wird dann festgestellt, dass man sich das „so“ nicht vorgestellt hat. Woraufhin die eine Hälfte sich fügt oder durch permante schlechte Laune in den passiven Widerstand geht. Das führt dann dazu, dass alle mehr oder minder unglücklich oder genervt oder alles zusammen durch den Urlaub gehen.
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Wie schade. Urlaubszeit ist kostbar. Und er könnte so befriedigend verlaufen.
Es gilt bloß(!) Absprachen zu treffen: Ok, jeden zweiten Tag eine Kirche (es ging Dir doch im Kirchen, oder? Paläste und so? aha. gut, aber auch ok) und dazwischen Strand satt und Strand satt bedeutet bei mir…
Ist das für alle Beteiligten so in Ordnung????

Auch wenn Eltern mit ihren erwachsenen (!) Kindern – vielleicht auch schon mit Enkelkindern – in den Urlaub fahren, sind selbstverständlich (Rollen-)erwartungen abzugleichen. Vorher! – Bleibt „Mutti“ ewig in der Küche und bekocht die Runde? Wieviel Babysitting wird erwartet und wie soll das ablaufen? Wer braucht wieviel Zeit für sich oder für Zweisamkeit, Familienzeit? Was sind die Wünsche, die Bedürfnisse? Was brauche ich, um mich wohlzufühlen? Was erwartet z. B. die Tochter/der Sohn von den Eltern für den Umgang mit den Enkelkindern? Nein, Oma, keine 3 Eis am Tag für Deinen Lieblingsenkel……  Jemand kann keine Zeit allein verbringen? Vielleicht ist dann ein gemeinsamer Urlaub nicht das Richtige?

All diese Fragen taugen nicht nur für die Urlaubsplanung. Wenn Menschen in (jeglicher Art) von Beziehung mehr genau darüber offen reden würden, gäbe es mit Sicherheit deutlich weniger Streit, Frust – und Trennungen.

Deshalb finde ich es toll, wie eine Familie in der Nachbarschaft damit umgeht. Jedes Jahr verreisen die Eltern eine Woche allein an einen Lieblingsplatz (bisher immer demselben und wo sie nie mit ihren Kindern waren). Und dort machen sie sich gemeinsam darüber Gedanken, wie das kommende Jahr aussehen soll. Welche Bedürfnisse und Wünsche da sind, welche Richtung eingeschlagen wird, was gut war im letzten Jahr und was vielleicht unrund lief.
Eine ganze Woche lang Gedanken über Lebensqualität. Alles liegt auf dem Tisch. Und manchmal wird richtig gefeilscht…. Doch da Konstruktivität (und Liebe) eine Rolle spielen, kommen sie tatsächlich zu einem wirklich guten Ergebnis.
Die beiden haben dadurch zu jeder Zeit eine Vorstellung davon, wo er selbst und der jeweils andere im Leben steht.
Ich finde: Unbedingt zur Nachahmung empfohlen! Oder was sagen Sie?

Aufgeklärte Grüße – und einen schönen Urlaub!
ad

Es ist da!

Die Berrschung des Unaufgeregten

ist erschienen.          Slow Life Cover
Erhältlich ab sofort unter  www.slowlife-collection.com
http://www.slowlife-collection.com/slow-reading-and-writing/buecher/die-beherrschung-des-unaufgeregten

Rückseite Postkarte 2  Rückseite des Infoflyers

und ab Herbst auch über den Buchhandel.
Freue mich auf sämtliche Rückmeldungen…

Erleicherte und sehr erfreute Grüße
ad

Dorfstille

Holunderduft liegt auf der Dorfesgasse –

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Die Hüttenfenster gleißen sonnenbunt.
Die Büsche schatten breit – es liegen blasse
und volle Blüten schwebend hin im Rund.
Die Kirche ragt im goldengrünen Dämmern
der Linden, die sie überdrängen breit.
Nur aus verlorner Ferne dringt ein Hämmern,
als sei’s der Herzschlag dieser Einsamkeit…
Sonst alles klangtot! Und die Mittagsstille
liegt wie mit erz’nen Flügeln überm Land –
ich glaube fast, man hört es, wenn die Hülle
der Blätterknospen sprengt ihr bräunlich Band…
Ich glaube fast, man hört, wenn im Neste
die Schwalbe sich im Mittagsschlafe regt,
und wenn ein Bienlein durch die Lindenäste
die Würze tropfen aus den Blüten trägt…

Alberta von Puttkammer (1849 – 1923), deutsche Dichterin

Friedvolle Grüße
ad

Wenn aus Plänen was wird…

Fast ein Jahr ist es her, dass der letzte Abschnitt der „High Line“ in New York eingeweiht wurde. Damit wurde eine nicht mehr genutzte Hochbahntrasse mitten in der Stadt, genauer im Westen, ihrer neuen Aufgabe übergeben, nämlich die einer innerstädtischen Parkanlage – auf einer Länge von 2,33 km.

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Die Strecke wurde bepflanzt,  mit abwechslungsreichen Wegen und Pflanzeninseln verschönert und mit vielen Ruheplätzen versehen. Natürlich ist auch mit entsprechenden Ständen für das leibliche Wohl gesorgt – aber das tollste ist mit Sicherheit der atemberaubende Blick auf den Hudson River. Und zwischendurch finden die unterschiedlichsten Veranstaltungen statt.

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Die New Yorker sind hingerissen! Als Erholungsparadies hat es sich längst einen Namen gemacht und auch die Touristen schauen gern vorbei. Inzwischen gibt es wöchtenliche geführte Wanderungen, kostenlos und 75 Minuten lang. Es sind Dozenten und kenntnisreiche freiwillige Führer, die eine Insider-Perspektive auf die Parkgeschichte, das Design und die Landschaft gewähren.

Da nur 15 TN an der Zahl pro Führung vorgesehen sind, sollten Sie rechtzeitig vor Beginn einer Führung vor Ort sein. Die Führungen finden – bei entsprechendem Wetter – zweimal pro Woche dienstags um 06.30 Uhr und samstags um 10:00 Uhr, zwischen 4. Mai und 29. September, statt. Man kann aber auch private (Gruppen-)Touren anmelden: www.thehighline.org

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Und nun lese ich zu meiner Freude, dass in diesem Jahr die Stadt Krefeld die Idee aufgreifen will, und stolze 14,5 Kilometern einer nicht mehr genutzten Hochbahntrasse von Uerdingen bis Forstwald zu einer ebensolchen  Boulevardpromenade umgestaltet will. Ist das nicht wundervoll? So ein altes Gleis bekommt frisches Leben eingehaucht und beatmet anschließend seine Umgebung. Slow Life – und wieder eine neue Facette.

Erfreute Grüße
ad