Slow sitting

„Nur der Denkende erlebt sein Leben. Am Gedankenlosen zieht es vorbei.“

(Marie-Luise v. Ebner-Eschenbach)

Können wir das so stehen lassen? Sicher gibt es noch andere Blickwinkel auf das Thema. Aus der Richtung der Achtsamkeit stimmt die Aussage.
Weil Achtsamkeit Bewusstheit bedeutet. Und Bewusstheit bedeutet Präsenz.
Hier und Jetzt. Wach. Körperlich und (!) geistig anwesend.
Eben das Gegenteil eines Lebens auf Autopilot.

Es braucht ja kein „immer“ zu sein. Aber wir sollten schon die eigene Kapitänsbrücke nicht unnötig oder gar aus Gewohnheit verlassen.
Wer morgens schnuckstracks im Maschinenraum verschwindet, sich den ganzen Tag nicht auf der Brücke sehen lässt und sich abends fragen muss, wo das eigene Schiff überhaupt vor Anker gegangen ist, der zum Beispiel hätte jetzt eine „Hausaufgabe“:

Jeden Tag 10 Minuten hinsetzen und die Aufmerksamkeit so viel wie möglich im eigenen Körper halten. Am besten stets zur gleichen Zeit. Und am gleichen Ort.
In dem wir im Kontakt mit unserem Körper sind, sind wir im Jetzt verankert.

Es geht noch einfacher:
solange Sie den Stuhl, auf dem Sie sitzen, spüren, sind Sie im Hier und Jetzt.
Jeden Tag 10 Minuten. Das ist drin.

Spürbare Grüße
ad

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