Slow breathing

„Man sollte nicht glauben, wie gut man auch ohne die Erfindungen des Jahres 2500 auskommen kann.“
Diese weisen Worte des Herrn Tucholsky aus dem Jahre 1932 haben ihre Bewandtnis behalten – all dem technischen Firlefanz, der uns umgibt, zum Trotz.

Wenden wir uns deshalb lieber der Entspannung zu. Genauer gesagt, unserer Atmung. Atmung ist mehr als eine lebenswichtige Notwendigkeit. Lässt man ihr die Achtung zukommen, die sie verdient, dann hilft sie, unsere Psyche und unseren Körper in gesunder Balance zu halten, beruhigt bei Angst, stärkt nachweislich unser Immunsystem und kann sogar Depressionen oder Herzleiden lindern.

Der Schlüssel dazu liegt in der zentralen Rolle der Atmung für alle Vorgänge im Körper: Denken, Verdauung, Muskelbewegungen – Sauerstoff wird einfach überall gebraucht. Die Schlüsselrolle hängt u. a. damit zusammen, dass durch die beiden Lungenflügel der größte Nerv des Parasympathikus – der Nervus Vagus – vom Gehirn bis zum Darm reicht und an der Regulation aller inneren Organe beteiligt ist. Und auf ihn können wir durch unsere Atmung Einfluss nehmen. Wir brauchen dafür lediglich unser waches Bewusstsein – das Atmen selbst erledigt unser Körper von ganz allein.Bildergebnis für Atmung

So können wir durch die – beeinflussbare – Atmung zum Beispiel den Herzschlag oder die Menge an Stresshormonen herunterregulieren. Letztlich können wir zu allen Beschwerden über die Atmung Zugang finden und beruhigenden Einfluss nehmen.

Vorausgesetzt, wir gönnen uns die Zeit zur sanften, tiefen Bauchatmung. Bei unserem krankhaften Verhältnis zum Thema Zeit ist es kein Wunder, dass es bei den meisten von uns leider nur noch zur knappen Brustkorb-Atmung reicht. Wenn man Dr. Andrew Weil, Medizinprofessor an der Universität von Arizona, Glauben schenken mag, dann  ist unsere verflachte Atmung für 70 % aller Gesundheitsprobleme verantwortlich.

Zeit, etwas dagegen zu tun. Hier einige Übungen…

Legen Sie sich ein schweres Buch auf den Bauch. Atmen Sie über die Nase ein und spüren Sie, wie es sich durch das Einatmen hebt und durch das Ausatmen senkt. Wenn sie das täglich zweimal (idealerweise morgens vor dem Aufstehen damit beginnen) über etwa 10 Minuten trainieren, wird ihnen die Bauchatmung ein ganz natürlicher Begleiter durch den Tag werden.

Sollte es Ihnen einmal nicht gut gehen, Sie vielleicht sogar ängstlich sein, dann setzen Sie sie sich aufrecht mit geschlossenen Augen hin, lenken ihre innere Aufmerksamkeit auf das langsame Ein- und Ausatmen und spüren, wie ihr Körper sich entspannt. Alle Last fällt von Ihnen ab. Bei jeder Ausatmung denken Sie: VERTRAUEN.
Dauer ca. 5 Minuten.

Machen Sie sich Ihren Atem zum guten Freund und Unterstützer. Es lohnt sich, ihn zu trainieren und vor allem – ihn zu genießen.

Leichte Grüße
ad

Slow Life…….nicht nur für Burnout-Bedrohte

Slow Life hat sicher die größte Anziehungskraft auf Menschen, die sich im Stress fühlen. Doch es muss nicht erst der Burnout drohend am Horizont auftauchen. Viele Menschen fühlen sich schlicht von der Haltung eingenommen, die den Kern von Slow Life ausmacht. (siehe vorigen Beitrag) Dieser ganz bestimmte, wohlwollende Blick auf das Leben und uns selbst. Und es geht ihnen das Herz auf, wenn Sie sich vorstellen, auf welche Art und Weise der Slow Life-Gedanke bereichernd auf ihr Leben einwirken könnte, oder es vielleicht schon tut.

Stellen Sie sich vor, Sie sind allein zu Hause. Sie haben den Stress erfolgreich im Büro gelassen (möglicherweise), Ruhe kehrt ein. Vielleicht schenken Sie sich ein Glas von Ihrem Lieblingsgetränk ein, vielleicht mögen Sie Musik hören (es geht auch wunderbar ohne), Sie nehmen in Ihrem Lieblingssessel Platz und dann: ahhh, ankommen,
a u s a t m e n und dabei ordentlich körperlich breitmachen, Raum einnehmen,
l o s l a s s e n . Erdung, Gewicht(-ung). Die Hast, die Flüchtigkeit(kommt von Flucht!) des Tages wird aufgegeben, bleiben spielt jetzt die entscheidende Rolle. Bewusst da sein und die (mögliche) Stille, die Gerüche, die Umgebung, den Blick aus dem Fenster wach oder anders ausgedrückt achtsam mitbekommen. Zwischendurch geschlossene Augen. Nur die Dinge (oder Menschen) erhalten ihren Platz, die ihrem momentanen Bedürfnis und ihrer Vorstellung von Qualität entsprechen, sie tun sich etwas Gutes. Einfach. Gar. nichts. tun. (Könnte etwas Gutes sein. Zum Beispiel.)

Die Zeit tropft dahin und niemand schenkt ihr Beachtung. Sie sind der König, die Königin Ihrer Zeit. Sie allein herrschen friedlich, freudvoll und gelassen über diese Stunde(n) des Jetzt.
Ihr Atem wird ganz von allein tiefer, was den Entspannungszustand wunderbar rundet. Ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit stellt sich ein, Ihre Sensoren sind putzmunter und melden Glücksgefühle.
Das muss man wollen! Das muss man mögen! Und genießen können!

Und das ist der springende Punkt: Solch eine Ruhe, so eine Reinheit oder so ein Einverständnis mit sich selbst und der geschaffenen Situation kann nur der erreichen, der mit sich selbst Freund zu sein vermag. Wenn ich mich mit mir selbst wohlfühle, mich (wenigstens im Großen und Ganzen) gut leiden kann, dann wird diese tiefe Form von Entspannung möglich, dieses Einvernehmen mit mir, meinen Bedürfnissen, meinen Vorstellungen, meinem Leben. Mit uns selbst im Reinen.

Dann wird der nötige innere Abstand fühlbar, der nur entstehen kann, wenn wir Vertrauen in andere Menschen und Situationen entwickelt haben und den wir brauchen, um innerlich wirklich loslassen zu können. Der Abstand zu den anderen bringt mich selbst näher zu mir. Darum geht es. Im Kontakt mit uns selbst zu sein. Uns selbst zu spüren. Mit Abstand auf das schauen zu können, was passiert – ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten. Das genau ist eine Slow-Life-Haltung, die ein Ausatmen möglich macht, an dessen Ende ein wahrhaft entspanntes Lächeln blitzt……..

Liebevolle Grüße

adSlow Life hat sicher die größte Anziehungskraft auf Menschen, die sich im Stress fühlen. Doch es muss nicht erst der Burnout drohend am Horizont auftauchen. Viele Menschen fühlen sich schlicht von der Haltung eingenommen, die den Kern von Slow Life ausmacht. (siehe vorigen Beitrag) Dieser ganz bestimmte, wohlwollende Blick auf das Leben und uns selbst. Und es geht ihnen das Herz auf, wenn Sie sich vorstellen, auf welche Art und Weise der Slow Life-Gedanke bereichernd auf ihr Leben einwirken könnte, oder es vielleicht schon tut.

Stellen Sie sich vor, Sie sind allein zu Hause. Sie haben den Stress erfolgreich im Büro gelassen (möglicherweise), Ruhe kehrt ein. Vielleicht schenken Sie sich ein Glas von Ihrem Lieblingsgetränk ein, vielleicht mögen Sie Musik hören (es geht auch wunderbar ohne), Sie nehmen in Ihrem Lieblingssessel Platz und dann: ahhh, ankommen,
a u s a t m e n und dabei ordentlich körperlich breitmachen, Raum einnehmen,
l o s l a s s e n . Erdung, Gewicht(-ung). Die Hast, die Flüchtigkeit(kommt von Flucht!) des Tages wird aufgegeben, bleiben spielt jetzt die entscheidende Rolle. Bewusst da sein und die (mögliche) Stille, die Gerüche, die Umgebung, den Blick aus dem Fenster wach oder anders ausgedrückt achtsam mitbekommen. Zwischendurch geschlossene Augen. Nur die Dinge (oder Menschen) erhalten ihren Platz, die ihrem momentanen Bedürfnis und ihrer Vorstellung von Qualität entsprechen, sie tun sich etwas Gutes. Einfach. Gar. nichts. tun. (Könnte etwas Gutes sein. Zum Beispiel.)

Die Zeit tropft dahin und niemand schenkt ihr Beachtung. Sie sind der König, die Königin Ihrer Zeit. Sie allein herrschen friedlich, freudvoll und gelassen über diese Stunde(n) des Jetzt.
Ihr Atem wird ganz von allein tiefer, was den Entspannungszustand wunderbar rundet. Ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit stellt sich ein, Ihre Sensoren sind putzmunter und melden Glücksgefühle.
Das muss man wollen! Das muss man mögen! Und genießen können!

Und das ist der springende Punkt: Solch eine Ruhe, so eine Reinheit oder so ein Einverständnis mit sich selbst und der geschaffenen Situation kann nur der erreichen, der mit sich selbst Freund zu sein vermag. Wenn ich mich mit mir selbst wohlfühle, mich (wenigstens im Großen und Ganzen) gut leiden kann, dann wird diese tiefe Form von Entspannung möglich, dieses Einvernehmen mit mir, meinen Bedürfnissen, meinen Vorstellungen, meinem Leben. Mit uns selbst im Reinen.

Dann wird der nötige innere Abstand fühlbar, der nur entstehen kann, wenn wir Vertrauen in andere Menschen und Situationen entwickelt haben und den wir brauchen, um innerlich wirklich loslassen zu können. Der Abstand zu den anderen bringt mich selbst näher zu mir. Darum geht es. Im Kontakt mit uns selbst zu sein. Uns selbst zu spüren. Mit Abstand auf das schauen zu können, was passiert – ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten. Das genau ist eine Slow-Life-Haltung, die ein Ausatmen möglich macht, an dessen Ende ein wahrhaft entspanntes Lächeln blitzt……..

Liebevolle Grüße

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