Glücklich bis zum Feierabend

Glückswissenschaftler fragen sich schon eine ganze Weile, wo denn – so denn vorhanden – Glücksgefühle der arbeitenden Bevölkerung auf dem langen Weg in die abendliche Freizeit bleiben. Mit anderen Worten: wohin verschwindet unsere gute Laune? Denn falls wir nicht glücklich und zufrieden sind, so beeinflusst das die Produktivität, die Gesundheit, das Sozialleben. Und Zufriedenheit ist kein netter Boden im Job – Zufriedenheit ist ein Wirtschaftsfaktor.

Feierabend, Acryl auf Leinwand, 100 x 120, ad

Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass unser Fortkommen im Job zu 75 % geprägt ist von Optimismus, Stressresistenz, Unterstützung von Freunden und Familie. Wobei nicht Erfolg glücklich machen soll, sondern Glück mache erfolgreich.

Der alles entscheidende Blick bleibt jedoch der eigene. Der englische Schriftsteller Lawrence Durell sagte – nicht als einziger -, dass Glück oft nur auf dem Entschluss beruhe, glücklich zu sein. Insofern: Nicht die Realität formt uns, sondern die Linse, durch die wir die Realität sehen.

Die Linse ist durch uns beeinflussbar, soviel steht fest. Der Psychologe Shawn Achor hat an der renommierten Hochschule Harvard Studenten beobachtet: Nach zwei Wochen Glücksgefühlen der Studenten, dass sie nun tatsächlich in Harvard studieren durften – zählte nur noch die Arbeit, der Wettbewerb, der Stress, die Beschwerden. Das endlich Erreichte – das Studium in Harvard – fiel also Ruckzuck dem Vergessen anheim.

Der Mensch neigt also dazu, schnell zu vergessen, dass das, was er nun hat, ja ganz lange die Sehnsuchtsformel war: wenn ich xy hätte, oh, was wäre ich dann glücklich.

Nun hat man es – und ab in neue Sehnsüchte. Also wieder eine Zeit der „Entbehrungen“ (nämlich der Zeit der Nicht-befriedigung von Wünschen) und dem, was da ist, wird stante pede der Wert entzogen. Es wird zu „normal“ und wird damit sofort mit einem Verlust an Wert „bestraft“. Normal ist wertlos. Sehnsucht ist alles.

Was wir haben, zählt nicht. Nur was wir nicht haben, verdient Energie und Emotionen. Glücksgefühle als Hoffnungsmodell? Wenn, dann?

Deshalb: Schreiben Sie jeden Abend drei Dinge auf, die wirklich gut waren. Worauf waren Sie stolz? Worüber haben Sie gelacht? Was war gelungen? Wertvoll?

Machen wir uns am Abend bewusst, was der Tag zu bieten hatte, dann bleit es uns besser Gedächtnis. Was wir nicht wiederholen, hält unser Gehirn nämlich für irrelevant – und hat es schnell vergessen. So können wir aber nichts Positives längerfristig in unserem Hirn verankern. Deshalb: abendliches Aufschreiben.

Ich möchte auch daran erinnern, dass wir zudem immer noch von „Feier“abend sprechen – also lassen Sie uns etwas draus machen.

Unternehmungslustige Grüße
ad

Slow Life…….nicht nur für Burnout-Bedrohte

Slow Life hat sicher die größte Anziehungskraft auf Menschen, die sich im Stress fühlen. Doch es muss nicht erst der Burnout drohend am Horizont auftauchen. Viele Menschen fühlen sich schlicht von der Haltung eingenommen, die den Kern von Slow Life ausmacht. (siehe vorigen Beitrag) Dieser ganz bestimmte, wohlwollende Blick auf das Leben und uns selbst. Und es geht ihnen das Herz auf, wenn Sie sich vorstellen, auf welche Art und Weise der Slow Life-Gedanke bereichernd auf ihr Leben einwirken könnte, oder es vielleicht schon tut.

Stellen Sie sich vor, Sie sind allein zu Hause. Sie haben den Stress erfolgreich im Büro gelassen (möglicherweise), Ruhe kehrt ein. Vielleicht schenken Sie sich ein Glas von Ihrem Lieblingsgetränk ein, vielleicht mögen Sie Musik hören (es geht auch wunderbar ohne), Sie nehmen in Ihrem Lieblingssessel Platz und dann: ahhh, ankommen,
a u s a t m e n und dabei ordentlich körperlich breitmachen, Raum einnehmen,
l o s l a s s e n . Erdung, Gewicht(-ung). Die Hast, die Flüchtigkeit(kommt von Flucht!) des Tages wird aufgegeben, bleiben spielt jetzt die entscheidende Rolle. Bewusst da sein und die (mögliche) Stille, die Gerüche, die Umgebung, den Blick aus dem Fenster wach oder anders ausgedrückt achtsam mitbekommen. Zwischendurch geschlossene Augen. Nur die Dinge (oder Menschen) erhalten ihren Platz, die ihrem momentanen Bedürfnis und ihrer Vorstellung von Qualität entsprechen, sie tun sich etwas Gutes. Einfach. Gar. nichts. tun. (Könnte etwas Gutes sein. Zum Beispiel.)

Die Zeit tropft dahin und niemand schenkt ihr Beachtung. Sie sind der König, die Königin Ihrer Zeit. Sie allein herrschen friedlich, freudvoll und gelassen über diese Stunde(n) des Jetzt.
Ihr Atem wird ganz von allein tiefer, was den Entspannungszustand wunderbar rundet. Ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit stellt sich ein, Ihre Sensoren sind putzmunter und melden Glücksgefühle.
Das muss man wollen! Das muss man mögen! Und genießen können!

Und das ist der springende Punkt: Solch eine Ruhe, so eine Reinheit oder so ein Einverständnis mit sich selbst und der geschaffenen Situation kann nur der erreichen, der mit sich selbst Freund zu sein vermag. Wenn ich mich mit mir selbst wohlfühle, mich (wenigstens im Großen und Ganzen) gut leiden kann, dann wird diese tiefe Form von Entspannung möglich, dieses Einvernehmen mit mir, meinen Bedürfnissen, meinen Vorstellungen, meinem Leben. Mit uns selbst im Reinen.

Dann wird der nötige innere Abstand fühlbar, der nur entstehen kann, wenn wir Vertrauen in andere Menschen und Situationen entwickelt haben und den wir brauchen, um innerlich wirklich loslassen zu können. Der Abstand zu den anderen bringt mich selbst näher zu mir. Darum geht es. Im Kontakt mit uns selbst zu sein. Uns selbst zu spüren. Mit Abstand auf das schauen zu können, was passiert – ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten. Das genau ist eine Slow-Life-Haltung, die ein Ausatmen möglich macht, an dessen Ende ein wahrhaft entspanntes Lächeln blitzt……..

Liebevolle Grüße

adSlow Life hat sicher die größte Anziehungskraft auf Menschen, die sich im Stress fühlen. Doch es muss nicht erst der Burnout drohend am Horizont auftauchen. Viele Menschen fühlen sich schlicht von der Haltung eingenommen, die den Kern von Slow Life ausmacht. (siehe vorigen Beitrag) Dieser ganz bestimmte, wohlwollende Blick auf das Leben und uns selbst. Und es geht ihnen das Herz auf, wenn Sie sich vorstellen, auf welche Art und Weise der Slow Life-Gedanke bereichernd auf ihr Leben einwirken könnte, oder es vielleicht schon tut.

Stellen Sie sich vor, Sie sind allein zu Hause. Sie haben den Stress erfolgreich im Büro gelassen (möglicherweise), Ruhe kehrt ein. Vielleicht schenken Sie sich ein Glas von Ihrem Lieblingsgetränk ein, vielleicht mögen Sie Musik hören (es geht auch wunderbar ohne), Sie nehmen in Ihrem Lieblingssessel Platz und dann: ahhh, ankommen,
a u s a t m e n und dabei ordentlich körperlich breitmachen, Raum einnehmen,
l o s l a s s e n . Erdung, Gewicht(-ung). Die Hast, die Flüchtigkeit(kommt von Flucht!) des Tages wird aufgegeben, bleiben spielt jetzt die entscheidende Rolle. Bewusst da sein und die (mögliche) Stille, die Gerüche, die Umgebung, den Blick aus dem Fenster wach oder anders ausgedrückt achtsam mitbekommen. Zwischendurch geschlossene Augen. Nur die Dinge (oder Menschen) erhalten ihren Platz, die ihrem momentanen Bedürfnis und ihrer Vorstellung von Qualität entsprechen, sie tun sich etwas Gutes. Einfach. Gar. nichts. tun. (Könnte etwas Gutes sein. Zum Beispiel.)

Die Zeit tropft dahin und niemand schenkt ihr Beachtung. Sie sind der König, die Königin Ihrer Zeit. Sie allein herrschen friedlich, freudvoll und gelassen über diese Stunde(n) des Jetzt.
Ihr Atem wird ganz von allein tiefer, was den Entspannungszustand wunderbar rundet. Ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit stellt sich ein, Ihre Sensoren sind putzmunter und melden Glücksgefühle.
Das muss man wollen! Das muss man mögen! Und genießen können!

Und das ist der springende Punkt: Solch eine Ruhe, so eine Reinheit oder so ein Einverständnis mit sich selbst und der geschaffenen Situation kann nur der erreichen, der mit sich selbst Freund zu sein vermag. Wenn ich mich mit mir selbst wohlfühle, mich (wenigstens im Großen und Ganzen) gut leiden kann, dann wird diese tiefe Form von Entspannung möglich, dieses Einvernehmen mit mir, meinen Bedürfnissen, meinen Vorstellungen, meinem Leben. Mit uns selbst im Reinen.

Dann wird der nötige innere Abstand fühlbar, der nur entstehen kann, wenn wir Vertrauen in andere Menschen und Situationen entwickelt haben und den wir brauchen, um innerlich wirklich loslassen zu können. Der Abstand zu den anderen bringt mich selbst näher zu mir. Darum geht es. Im Kontakt mit uns selbst zu sein. Uns selbst zu spüren. Mit Abstand auf das schauen zu können, was passiert – ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten. Das genau ist eine Slow-Life-Haltung, die ein Ausatmen möglich macht, an dessen Ende ein wahrhaft entspanntes Lächeln blitzt……..

Liebevolle Grüße

ad

 

Slow Life…… Jetzt bloß nicht hetzen lassen

Slow Life........    Nur nicht hetzen lassen

Ich erinnere mich nicht mehr, aus welcher Zeitung dieser Ausschnitt stammt. Doch an das Vergnügen über die bemerkenswerten Begriffe „Entschleunigungsbeschleunigung“ und „ereignisgesättigtes“ Jahr schon……..

Maigrüne Grüße

Rilke……….

Man muss den Dingen
die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt,
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann;
alles ist austragen –
und dann
gebären….
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt zu den Geduldigen,
die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit……
Man muss Geduld haben,
gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.
Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein.

….Gern laut lesen, vorlesen, mit einem Füllfederhalter auf schönstem Papier abschreiben, sinnen, träumen und …..und dankbar sein.

Wunderschönen 1. Mai
ad