Viva Tulipa

Hegen Sie auch eine solche Leidenschaft für Tulpen wie ich?
Bezaubert Sie ihre Vielfalt? Ihr Artenreichtum?

Die Tulpe hat – wie so vieles Schöne – ihre Heimat in Mittel- und Zentralasien. Sie gehört zu den Liliengewächsen und ihr Name Tulpe soll auf das türkisch/persische Wort Turban zurückgehen. Das finde ich entzückend – und einleuchtend, wenn man sich die verwickelte Blütenblatt-Anordnung vieler Sorten näher anschaut.

 

Verschenkte man die in Persien die damals wild wachsende Tulpe, so galt das als eine Art Liebeserklärung. Im Mittleren Orient wurden die Tulpe über Jahrhunderte hinweg kultiviert, wobei aus wahrscheinlich mehreren Wildarten die Garten-Tulpe (Tulipa gesneriana) entstand. In altpersischer Literatur gibt es seit dem 9. Jahrhundert entsprechende Schriftzeugnisse.

Von den Persern übernahmen dann die Türken die Tulpen-Kultivierung. Dort war sie alsbald so heiß begehrt, dass sie auf Keramik und sogar auf vielen Kleidern als Stickerei zu sehen war. Bis heute gilt sie in der Türkei als Nationalblume sowie als Sinnbild für Leben und Fruchtbarkeit.

Aus der Türkei kam die Garten-Tulpe um die Mitte des 16. Jahrhunderts nach Mittel- und Westeuropa. Erste ausführlichere Arbeiten über die Tulpen stammen von Carolus Clusius, durch dessen rege Tauschtätigkeit die Tulpen schließlich in weite Teile Europas gelangte. In Italien ist tulipa für 1549 belegt.

 

Seit spätestens dem 16. Jahrhundert dienen sie als Gartenpflanze.1725 erschien dann ein erster illustrierter Tulpenkatalog. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde Holland zu einem Zentrum der Zwiebelpflanzen-, besonders der Tulpen-Zucht.

Die Tulpen wurden in gehobenen Kreisen Westeuropas zu einem wahren Spekulationsobjekt, es entstand die sogenannte Tulpenmanie, bis sich 1637 nach einem Börsenkrach der Handelswert von Tulpen wieder normalisierte. In den Jahrzehnten nach der Tulpenmanie entwickelte sich die Tulpe schließlich von einer Blume des Adels und des Geldbürgertums zu einer weit verbreiteten Zierpflanze, die unser aller Gartenherz jedes Jahr so farbenprächtigst höherschlagen lässt.

Rauschfarbene Grüße
ad

Eile ist des Witzes Weile

..sagt der gute Kurt Schwitters. Ein Dadaist…(mehr dazu im nächsten Beitrag)
Und das sagt – oder besser schreibt – er auch noch – eine Kostprobe:
(entnommen: Reclam Eile ist des Witzes Weile, Kurt Schwitters)

Kurt Schwitters an den Schweizer Dadaisten Arp. Brombeeren.

„leiber pra!
zunächst sage ich weshalb?
weshalb schreibt man groß und klein? ich schreibe alles klein. dann sage ich warum? warum macht man Interpunktion ich schreibe ohne Interpunktion dann frage ich wozu wozu schreibt man umlaute ich laute nicht mehr um ich schreibe zurich erfüllt zuruckgezogenheit personlich überbringen alsdann erinnere ich mich an den alten satz aus der mathematik nämlich daß es beliebig ist in welcher reihenfolge ich addiere respektiere multipliziere und schreibe nun leibe statt liebe weil liebe leiber leibt und gebe nun endlich die reserve der wörterunt  inanderaufindemichnurnocheinriesenhaftgroßeswortschreibeoderweilmehrschriebetsoladinorthographieistnaturlich nebensachegewordenunddensinngebichnunmehrzugunstendesnsinnspreiswo raufdannderdiedaßklmnoppqrsutabelgikemaminopetroleumseuchekrkrrrkrrrksrsrstopetitonobilamenteyakkaa nteelingguekitonpausbakrokodilemadiemadedilemma*
kuwitter

*)Hier erlitt der Setzer einen Tobsuchtsanfall und drohte mit dem Generalstreik, wenn ihm zugemutet würde, weiter von dem Kuhgewitter etwas zu setzen.
D. H.“

Protest wie ich ihn liebe.

Vergnügte Grüße
ad

Ganz entspannt bleiben…

heute 26-11-2013 072

….und die vorweihnachtlichen Nerven schonen. Weniger ist mehr. Guter Vorsatz. Und wenn mehr, dann die Erdung nicht vergessen. Und nur, wenn Sie dieses mehr genießen können. Ganz wichtig.
Alles, bei dem Sie ein echtes Lächeln lächeln, ist erlaubt. Gute Miene, zu welchen Spielen auch immer, nicht. Schon ist es fertig, das kleine 1 x 1 einer friedlichen Vorweihnachtszeit.

Tannennadelgrüne Grüße
ad

PS: Ach, Sie meinen, ob ich das jedesmal schaffe? Ganz ehrlich? Es hat gedauert, soviel kann ich Ihnen versichern. Doch inzwischen beherrsche ich den Slalom zwischen den verschiedenen Bedürfnissen und Vorlieben, Zeitwünschen und Empfindlichkeiten wirklich gut. Sauber abgegrenzt, ein paar – recht schmerzvolle – Entscheidungen getroffen, einige Menschen aus meinem Kreis verabschiedet, eigene Erwartungen außer Kraft gesetzt (z. B. die, dass ich ausgerechnet zu Weihnachten zur 5-Sterne-Köchin mutiere), und manchen meiner eigenen Bedürfnisse den Platz in der ersten Reihe zugestanden.
Das hat’s so ziemlich gebracht. Inzwischen gehe ich gelassen durch all die Aufregung fremder Menschen und fremder Werbung, bin nur noch gewillt, auf das zu hören, was ich mag (jahaa, immer noch Weihnachtsmusik, Kirchenglocken, Karusselmusik, Kinderlachen und ähnliches) und in solcher Art Stimmung fällt mir jedes Jahr wieder auf, dass vielmehr Menschen in dem adventlichen Gewimmel lächeln als – früher mal – gedacht. Ergebnis? Viel schöne gute Laune.

Das Wichtigste zuerst….

viva jazz baltica
Viva Jazz Baltica, Mischtechnik auf Leinwand,120 x 100, ad

Wer, wie ich, einen Kalender in Papierform nutzt, hat vielleicht gerade die neuen Einlegeblätter für das Jahr 2014 gekauft. Was bedeutet: Gleich eintragen!
Jazz Baltica 2014, 1. Juli-Wochenende in Niendorf
(leider, leider nicht mehr in Salzau, schwerstes Seufz!)
Wunderbarerweise bleibt die Qualität der Musiker auf weiterhin bestem Niveau, und so treffen wir uns sicher an der Küste wieder. Was mich sehr freut!

Grüße voller Vorfreude
ad