Wie wird man eine Slow Life Expertin?

Ganz ehrlich? Langsam!

Jedenfalls war es bei mir so. Es hat gedauert, bis sich meine Sicht auf Menschen, auf die Gesellschaft, auf die Umwelt untrennbar mit dem Wert der Entschleunigung verbunden hatte. All die Chancen, den Reichtum, die Gesundung von Leib und Seele, die in der Entschleunigung liegen, ich bin lange achtlos an diesem Potential vorbei-gerannt(!). Ja, ich musste mitunter darüber stolpern, eigene Erfahrungen mit Terminstress, Überforderung oder als alleinerziehende Mutter u. ä. machen, um den Focus immer stärker auf die Verlangsamung als das Mittel zur Gesunderhaltung bzw. Stressreduktion zu akzeptieren.

Mich haben schon immer die Klarheit und die Vernunft begeistert. Bei aller Wertschätzung und Begeisterung für Emotionen. Raus aus dem bleiernden Nebel des Unausgesprochenen hinein in eine gesunde Kommunikation, eine stabile Souveränität und – wie wir wahrscheinlich alle wissen – in die so kostbare Selbstliebe.

Das Fundament bildet sicher meine über 30jährige Erfahrung (siehe auch auf der Website: Über uns) im Umgang mit Menschen aus den verschiedensten betrieblichen Kontexten. So wie Physiotherapeuten im Laufe der Zeit gelernt haben, auch noch die kleinste muskuläre Verspannung zu ertasten, so habe ich als Kommunikationstrainerin schon nach wenigen Jahren gelernt, dass sich die Befindlichkeiten, die Störungen, die Schwierigkeiten, die Menschen mit sich und anderen umtreiben, wiederholt und wiederholt auftreten und sich in Mustern erfassen lassen, völlig unabhängig von Geschlecht, Alter, Beruf, Unternehmen, Status etc.
Und dieser gedankliche Extrakt hatte unmittelbar etwas Zeitdruck, Effizienzstreben, Konkurrenzgedanken sowie Selbstausbeutung zu tun.

Die Verkopfung vieler Führungskräfte, die vielen Helfersyndrome auf allen Ebenen, das mangelnde Selbstbewusstsein, die fehlende Selbstfürsorge, all die vermeidbaren Konflikte, der scheinbar unendliche Kindergarten, egal wohin man als Trainerin schaut – das alles hat mich hingezogen zu der Frage: Was ist wesentlich?

Und einmal in diesem Zusammenhang über den Begriff Slow Life gestolpert – habe ich ihn gewissermaßen nicht mehr aus der Hand gegeben. Meine Lektüre, meine Fortbildung, meine Interessen, ich focussierte mich auf das Thema und kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Viele blinde Flecken mussten aufgedeckt werden, denn, nein, ich erwies mich leider so gar nicht als Naturtalent in Sachen Entschleunigung. Doch egal, ob ich mich praktisch oder philosophisch, wissenschaftlich oder trivial mit der Entschleunigung beschäftigte – meine Begeisterung blieb. Vor allem als ich begriff, das Slow Life so viel mehr bedeutet als Entschleunigung.

Ich habe mein Portfolio schließlich meinen Ideen und Überzeugungen angepasst und während der Pandemie endlich die Slow-Life-Instituts-Idee umgesetzt, gemeinsam mit meiner lieben Kollegin, Kirsten Laasner. Allerdings gänzlich ohne Absolutheitsanspruch. Viele Wege führen nach Rom. Unserer führt über das Slow Life Prinzip. Ihrer auch? Dann lassen Sie uns doch gemeinsam gehen.

Mit Expertinnengrüßen J
ad

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